Verschiedene Bahnsteighöhen und zu kurze Verladerampen – eine Herausforderung für Rollstuhlfahrer auf der Hochrhein-Strecke

Folgenden Leserbrief habe ich den Südkurier, die Badische Zeitung und die DB-Zeitung "Takt" gebeten zu veröffentlichen. Gleichzeitig ging eine Kopie auch an die örtlichen Landes- und Bundespolitiker:

(Leserbriefanfang)

Für die meisten Fußgänger ist es kein großes Problem beim Einsteigen in einen Zug einen größeren Schritt machen zu müssen. Für Kinderwagen und Rollator-Schieber(in) ist es schon ein kleines Hindernis, für Rollstuhlfahrer ein Großes.

Der ideale Einstieg zwischen Bahnsteigkante und Zug wäre natürlich Niveaugleichheit oder mit max. 5- 10 cm Höhenunterschied. Die zwei einzigen Haltepunkte auf der Hochrheinstrecke, welche diese ideale Einstiegshöhe haben ist Lauchringen/West und Laufenburg/Baden (=Stadt). Sie besitzen eine Bahnsteighöhe von 55 cm gegenüber den eingesetzten Zügen der BR641 mit Einstiegshöhe von ebenfalls 55 cm, bzw. 59 cm bei den neuen gebrauchten eingesetzten Fahrzeugen der BR644.
Alle anderen Bahnsteige haben dagegen eine Bahnsteighöhe von 38 cm d.h. eine Differenz von 17cm (BR641) bzw. 21cm (BR644). In Basel Bad Bf. ist die Bahnsteighöhe dagegen 76 cm, da ist die Differenz den jeweiligen Zügen gerade umgekehrt.

Die Fahrzeugrampen, welche die meisten Nahverkehrszüge zwischen Basel und Lauchringen mit sich führen, haben eine Länge von 90 cm. Für einen Laien hören sich 17 bzw. 21 cm Differenz zwar wenig an, aber bei einer 90 cm Rampe sind das 19 % bzw. 23 % Steigung. Das bedeutet bei den meisten Zügen die zurzeit zwischen Basel und Lauchringen eingesetzt werden für die Rampen der Rollstuhlfahrer eine Steigung von 19 % und für die Haltestelle in Basel Bad Bf 23% Steigung. Bei den neuen Zügen der BR 644 ist das Verhältnis umgekehrt, also bei fast allen Bahnsteigen 23%.
(Dabei sollte Prozent nicht mit Grad verwechselt werden: 45° Schräge ist eine Steigung von 100%)

Das Hilfspersonal, haben zwar jahrelange Erfahrung, aber vergessen oft die Ängste und Erfahrungen des Rollstuhlfahrers.

Wo liegt das Problem?

Die Möglichkeitsberechnungen werden mit Personen durchgeführt, die in einem Schiebe-Rollstuhl sitzen (Normwerte: 1,85m groß und 75 KG schwer) und von einer Begleitperson geschoben. Für diese Konstellation sind Rampen mit maximaler Steigung von 20 % zugelassen. Einige Autohersteller bzw. Umbaufirmen z.B. für Taxi‘s werben mit einer zulässigen Steigung von 30%, was aber grob fahrlässig ist.

Tatsächlich sind die Rollstuhlfahrer oft wesentlich schwerer, ihre Größe unterscheidet sich und je nach Behinderung ist der Schwerpunkt anders. Jeder Betroffene reagiert bei einer gewissen Schräge unterschiedlich, z.B. Spastiker oder ängstliche Personen. Dies bedeutet für den Lokführer bzw. das Servicepersonal ein enormes Risiko, dass etwas passiert, ein Bandscheibenvorfall oder Rückenprobleme, oder das der Rollstuhlfahrer aus dem Rollstuhl fliegt.

Bei Elektrorollstühlen ist das nochmal komplett anders. Jeder E-Rolli hat einen anderen Schwerpunkt, der Rollstuhl selber wiegt zwischen 100 – 200 kg und die Empfehlung des Herstellers liegt je nach Modell bei einer max. Schräge von 15- 20% bei 75 kg Körpergewicht. Viele E-Rollstühle haben eine Sicherheitsfunktion, dass sie ab einer bestimmten Schräge im Verhältnis zum Körpergewicht automatisch abschalten. Eine Hilfe ist bei E-Rollstühlen durch schieben nicht möglich, und durch die extreme Steigung, ist es fast unmöglich einen kippenden Rollstuhl aufzufangen. Die Kippschutzstützen können dieser Belastung auch nicht standhalten, diese sind bis 6% Steigung vorgesehen.

Gemäß der DIN-Norm 18024 (bzw 18040 1/2) ist eine max. Steigung im öffentlichen Bereich einer Rampe für Rollstuhlfahrer von max. 6% empfohlen. Im privaten Bereich für kräftige Selbstfahrer: 6% – 10%, mit kräftigem Helfer: 12% – 20%, Elektroantrieb: bis ca. 15 – 20%.

Bis zum Umbau bzw. Anpassung sämtlicher Bahnsteige zwischen Basel und Lauchringen (was eigentlich Utopie ist), wäre es besser die Rampen auszutauschen und mit einer Länge von mindestens 1,50 m auszustatten. Diese Länge ist in vielen Bereichen bei dem extreme Höhenunterschied vorhanden sind, z.B. S-Bahn in Stuttgart im Einsatz. Die Steigung wäre dann ca. 11% bzw. 14% und eine bessere Sicherheit für Rollstuhlfahrer und deren Hilfsperson. Die Kosten wären überschaubar. Falls eine Rampe von 1,50 m für die Fahrzeuge zu groß ist, könnten diese alternativ in vandalismussicheren und verschließbaren Boxen am Bahnsteig jeder Station und Richtung angebracht werden (natürlich in unmittelbarer Nähe dem Haltepunkt der Fahrzeugspitze

(Leserbriefende)

UPDATE 8. Oktober 2016
Meine Anmerkungen zum Bericht vom Südkurier (http://www.suedkurier.de/8939776) in diversen Sozialen Medien:

Zu diesem Thema habe ich am 1. September bereits einen Leserbrief geschrieben, nur bin ich davon ausgegangen, das die BR644 mit einer Bodenhöhe von 59 cm eingesetze werden, dem Augenschein nach werden aber die Fahrzeuge mit einer Bodenhöhe von 80 cm auf der Hochrheinstrecke eingesetzt.

Höhendifferenz Einstieg BR644 beim Haltepunkt Lauchringen West

Sämtliche Bahnsteige (außer Lauchringen-West und Laufenburg mit 55cm) haben eine Höhe von 38 cm Höhe, da ist natürlich die Rampe die augenscheinlich eine Länge von 1,5m hat zu kurz für den Höhenunterschied.

Bei der Bahnsteighöhe von 38cm, hätte die 1,5m Rampe zur Bodenhöhe 80cm, eine Steigung von 28%; vom 55cm Bahnsteig sind es 17%.

Ebenso sieht es so aus, das der blaue Knopf für Rollstuhlfahrer unerreichbar ist, weil er wegen der Bahnsteig und Bodenhöhe Differenz zu hoch ist.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich die BR644 noch nicht ausprobieren, und muss mich deshalb auf recherchierte Angaben verlassen

Weitere Infos:
http://nullbarriere.de/rampen-steigung.htm
http://nullbarriere.de/rampenlaenge-steigung.htm

Ich bin kein Zwerg, ich bin ein Mensch

Dank eines Redakteur der Süddeutschen Zeitung (#SZ), werden wir Kleinwüchsige gleich mal 50 Jahre zurück versetzt. Eigentlich wollte er einen Nachruf schreiben,, weil der Schauspieler  in den 80ern in einer Puppe für Dreharbeiten „Alf“ verkörperte.

Anstelle einen tatsächlichen Nachruf zu schreiben, seine Aktivitäten würdigte und vielleicht darauf hinwies wie er vor, während und nach seiner Aktivität als Alf lebte, und mit seinem Kleinwuchs zurecht kam, kam von diesem Redakteur ein Hohelied darauf, wie lustig wir Kleinwüchsige aussehen, wirken und das Volk bespassen können:

Zitat aus der SZ
„Kleinwüchsige begeistern schon deshalb, weil von ihnen ein märchenhafter Zauber ausgeht. Weil sie wie Erwachsene wirken, die man in Kinderkörper gesteckt hat. Weil sie sich ähnlich komisch bewegen wie die schlaksigen Riesen Stan Laurel oder Jacques Tati. Weil ihre Stimmen piepsen, als hätten sie Helium eingeatmet. Die Tonlage von Kleinwüchsigen ist meist noch höher als die von Frauen. Das ist beeindruckend für all jene, die ihren Stimmbruch überstanden haben.“
Zitatende

Auf Grund eines Shit-Storm von Kleinwüchsigen, im Facebook und Twitter, unter dem Hashtag #KEINZWERG, wo viele sich durch einen Foto, mit einem Plakat darauf, „Ich bin kein Zwerg, ich bin ein Mensch“ oder ähnliches stand, war die SZ genötigt, all denen, die direkt dem Redakteur eine empörende Mail schrieben, zu antworten, aber die Entschuldigung war fast schlimmer, als der Artikel selbst und er bat uns Kleinwüchsigen um Verständnis, wir sollen das nicht so Ernst nehmen, und sollen es mit Humor nehmen. Die Antworten waren bei allen gleich, es wurde nicht einmal die Mühe gemacht die Anrede + Name zu ändern.

Und ja wir Leben, wir bringen vielleicht andere zu Lachen, und machen vielleicht auch Witze über uns selbst, aber wir machen es als Menschen, wie jeder andere auch, und nicht als Kleinwüchsige, wo geboren sind, um andere zu bespassen.

Enttäuscht war ich irgendwie, vor Reaktionen, aus meinem erweiterten Bekanntenkreis, die sich aufgeregt haben, dass wir aus einer Mücke einen Elefanten gemacht haben, auf Probleme von anderen hinwiesen, und die nicht so einen Aufstand machen würden, (was im übrigen nicht stimmt). Ich persönlich finde es schlimm, wenn ich mich rechtfertigen muss, von etwas was ich empfinde, wo andere evtl. nicht nachvollziehen können, aber mir vorschreiben wollen was ich zu tun und lassen habe, dabei dann auch noch Äpfel und Birnen in einen Korb werfen. Dabei Leben wir mit unsere Behinderung und können dies nur beurteilen.

So nebenbei (nicht nur bezogen auf Kleinwuchs, sondern Behinderung allgemein), deshalb wird nicht mit uns geplant, sei es Gesetze, Bauvorhaben etc, sondern über unsere Köpfe hinweg, Mit dem Ergebnis das oft nur Bullshit herauskommt, und wir mit dem Ergebnis, nicht zufrieden sind, und dann uns noch vorgeworfen wird, wir sind ja mit nichts zufrieden und sollen doch dankbar sein, das etwas für uns gemacht wird.

Eines hat die Aktion gezeigt, gemeinsam ist man Stark, gemeinsam kann man etwas erreichen, und auch David gegen Goliath kann funktionieren, man muss nur den Mut dazu haben. Und zum Glück haben wir inzwischen eine Lobby und können uns wehren, diese Lobby lassen wir uns nicht mehr wegnehmen, wer es probiert soll sich warm anziehen.

Ich bin jetzt bewusst nicht auf die Vor- und Nachteile des Kleinwuchs eingegangen, wie ich Lebe, und meine Umwelt mich war nimmt, auch nicht auf meine Körperliche Einschränkungen, weil das ist eine andere Problematik.

Zum Schluss möchte ich auf ein paar Blogs hinweisen, die über dieses Thema auch sehr gut, (und wesentlich besser als ich), geschrieben haben:

Ninja LaGrande:
http://ninialagrande.blogspot.de/2016/06/keinzwerg-warum-die-diskrimierung-von.html

Andrea Schöne:
http://www.firstlife.de/ich-bin-ein-mensch-und-kein-zwerg/

Michel Arriens
http://michelarriens.de/sueddeutsche-zeitung-wir-muessen-reden/
http://ze.tt/kleinwuechsige-sind-keine-maerchenfiguren/


Nachtrag 18. Juni 2016:

Nach vier Tagen, durch den Druck von vielen empörten Kleinwüchsigen, hat sich die Süddeutsche Zeitung in einem Statement öffentlich entschuldigt.

Bei den Kommentaren die unter dem Statement standen, habe ich ziemlich schnell aufgehört zu lesen, es gibt viele Leute, die es nicht kapieren wollen, und denken, „mir geht es gut – also nervt mich nicht!“, zudem wie sagte schon Albert Einstein so schön:

„Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.

Er hat manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren.“

Rezession „Ich liebe Deutschland, und die Deutschen“ von Heinrich Heine

Als ich 1998 nach Düsseldorf Gerresheim zog, wo ich bis 2002 wohnte, viel mir in unmittelbarer Nähe, beim Kölner Tor an einer Hauswand ,ein Text von Heinrich Heine auf:

Textauszug aus den Berliner Briefe von Heinrich Heine an einer Hauswand im Kölner Tor in Düsseldorf-Gerresheim

Ich liebe Deutschland und die Deutschen;
aber ich liebe nicht minder die Bewohner
des übrigen Teils der Erde,
deren Zahl vierzig mal größer ist,
als die der Deutschen.
Die Liebe gibt dem Menschen seinen Wert.
Gott lob!
ich bin also vierzig mal mehr wert als jene,
die sich nicht aus dem Sumpfe
der Nazionalselbstsucht hervorwinden können,
und die nur Deutschland und Deutsche lieben.

(Heinrich Heine Ausz. Briefe aus Berlin 1822)

Dieser Text erinnert mich immer das es in der letzten Zeit immer mehr Menschen es gibt, die meinen wir deutschen sind die Menschen, die über andere Urteilen dürfen; und sehen alle andere Völker die nicht dem deutschen Idealbild ähnlich sehen; als Untermenschen an.

Aber wie war es, es ist noch nicht so lange her, und in manchen Regionen und Dörfern sogar teilweise noch heute, das wir alt eingesessene Deutsche sogar Fremde im eigenem Land sind. Nicht weil angeblich Menschen mit muslimischen Glauben versuchen die Christliche Kultur ausrotten versuchen. Nein, schon alleine, wenn jemand in ein anders Bundesland zieht, manchmal sogar in eine anderes Dorf, in eine andere Stadt oder in ein anderes Viertel, wird man wie ein Fremder behandelt mit tausende Vorurteile,

Wie war es nach dem 2. Weltkrieg, wo die ganzen Flüchtlinge  von protestantischem Glauben, plötzlich in Erzkatholischen Regionen flüchten mussten. Da hatten die Einheimischen auch Angst, das die evangelischen Moral und Werte, der katholischen Ureinwohner unterwandern werden. Es war oft eine Todsünde, wenn Katholische und Evangelische zusammen geheiratet haben.

Auch heute flüchten noch viele Deutsche von ärmere Regionen in die besseren Gebiete, das ist besonders an der Grenze zur Schweiz zu beobachten, in viele Dörfer wohnen mehr sogenannte „Zugereiste“ oder “ ’nei’g’schmöckte“ als Einheimischen. In den Dörfer stellt man oft fest, das nicht mehr der Dialekt, also quasi die eigene Sprache gesprochen wird, sondern nur Hochdeutsch. Da gibt es oft auch verständigungsprobleme, weil Deutsch ist auch oft im eigenen Land eine Fremdsprache, je nach Ort und Region. Das liegt daran, das viele in der Schweiz arbeiten, aber in Deutschland günstig wohnen.
In der 60er kamen viele Gastarbeiter, um Deutschland zu unterstützen, gerade bei den Türken gab es auch da viele Vorurteile, weil es keine Christen sind und andere Werte deshalb hatten, vor allem das Kopftuch der Frau, störten viele Deutschen. Weil diese Gastarbeiter ursprünglich nur für eine bestimmte Zeit in Deutschland sein sollte. steckte ,man diese in Gettos und grenzte Sie von den Deutschen aus. Viele der Gastarbeiter wohnen heutebereits in der dritten oder vierten Generation hier, sind inzwischen Deutsche geworden und haben ihre Heimat hier gefunden. Leider leben viele noch in den Gettos, aber auch viele haben sich angepasst, und sind manchmal Deutscher wie manche Deutsche. Die meisten akzeptieren die deutsche Moral und Werte, erwarten aber das wir deren ebenfalls respektieren. Die meisten Türken haben kein Problem mit dem zwei Stücken Holz an der Wand, erwarten aber wenn die muslimische Frau es möchte, das sie ein Kopftuch tragen darf. Gerade beim Essen sind viele damals für die deutschen exotischen Speisen schon ganz normale Speisen in der deutschen Küche  nicht mehr wegzudenken.,

Wir haben die Chance die Fehler aus der Vergangenheit, die wir damals bei den Gastarbeiter gemacht haben, nicht zu wiederholen, Wir müssen die Flüchtlinge so schnell wie möglich integrieren, unsere Werte vermitteln, aber nicht aufzwingen, ohne das die Ihre eigene Werte aufgeben müssen.

Wir müssen diese Chance nutzen, weil gerade bei den Deutschen ist die Karriere wichtiger als der Nachwuchs, das heißt ohne den Nachwuchs kann es passieren das in 10 oder 20 Jahren, wie in den 1960er, es wieder zuwenige Menschen für zu viele Arbeit es gibt. Gerade im Handwerk spüren wir es heute schon.
Wenn weniger Menschen arbeiten, dann zahlen auch immer weniger Menschen die Rente für die Rentner, die es dann immer mehr geben wird. Die Flüchtlinge die zu uns kommen, haben wir eine Chance, dies auszugleichen, Gerade weil viele Flüchtlinge, noch viele Kinder haben und bekommen, und die Familie an höchster Stelle steht.

Die meisten Flüchtlinge, die nach Deutschland oder Europa kommen, steht zum echten islamische Glaube,  der Grundlegend wie das Christentum aufgebaut ist mit Toleranz und Nächstenliebe. Diese Menschen flüchteten gerade von denen Menschen, die den Glauben wie die Christen, in der Vergangenheit missbrauchten.

Die meisten Flüchtlinge sind dankbar wenn man ihnen die Chance gibt, sind bereit sich anzupassen, wenn wir ihre Werte und deren Glauben respektieren. Wichtig ist, das wenn überhaupt notwendig, die Flüchtlinge so kurz wie möglich, in den Massenunterkünfte bleiben, weil dort führt die Langeweile zu Konflikten und Gewalt. Diese Menschen müssen beschäftigt werden und oft auch psychologisch betreut werden.

Konflikte zwischen den Deutschen und den Flüchtlingen, entstehen oft durch Vorurteile, durch Prinzipien-Reiterei, und durch die mangelte Bereitschaft der Solidarität.

Ist die AfD gefährlich?

Ist die AfD gefährlich?  Ich persönlich sage ja…

Weil jeder der etwas weiterdenkt, also nicht nur heute und jetzt, müsste erkennen, das wenn die Flüchtlinge bekämpft sind, kommen andere Personengruppen die viel Geldkosten dran, das heißt, Hartz IV-Empfänger, Kranke und Behinderte, Alte und Kindern. Weil auch wenn diese Personengruppe wichtig sind, für die Volkswirtschaft, kosten die viel Geld.

Die AfD wird dann behaupten:

  • alle Harz IV-Empfänger sind Schmarotzer, stinkfaul und kriminell,
  • alle Behinderte, Kranke und Alten; warum Medizinische Versorgung?, die Sterben ja eh bald und machen noch viel Arbeit,
  • alle Kinder, kosten viel Geld, sind disziplinlos, haben keinen Respekt und lungern nur herum

Und jeder der anfängt zu Denken wird von der AfD sofort zurechtgewiesen, wenn nicht sogar hart bestraft!

Hatten wir das nicht schon mehrfach in der Vergangenheit? Ich gehe davon aus, das 99% die AfD wählen wollen, noch nie mit einem Flüchtling gesprochen hat und nicht ein mal die Mühe machte sich mit denen zu Beschäftigen, und gerade diese 99% glauben lieber ein paar Sprücheklopfern von Pegida und Co, meinen Sie wären das Volk, und wenn die Presse etwas anderes berichten sind es in deren Augen „Lügner“, und fallen dazu auch noch auf jede Satire herein.

Ich habe Angst, das ich bald meinen Rechten Arm im 45° Winkel in den Himmel strecken muss, und jeden mit „Heil Pegida“, anstelle mit einem einfachen Händeschüttel und Guten Tag begrüßen muss…

9. November 1938 wiederholte sich in Bautzen…

In Bautzen brannte heute Nacht wieder ein bezugsfertiges Asylantenwohnheim, nicht nur das es vermutlich Deutsche waren wo es angezündet haben, wurde das ganze von Schaulustigen auch noch bejubelt – das ganze erinnert mich an den 9. November 1938 – ich bin schockiert und sprachlos…

ICH MÖCHTE EIN BUNTES MULTIKULTURELLES DEUTSCHLAND

UND

KEIN BRAUNES DEUTSCHLAND den DEUTSCHEN

Brand Asylheim Bautzen Feb 2016

Bildquelle www.mdr.de

Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Heute ist der 3. Dezember 2015 – der Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, Wie Behinderte in Deutschland behandelt werden, ist vielleicht nicht das Beste aber dennoch vorzeigbar, und es wird immer besser von Jahr zu Jahr.

  • Ich gehöre zu dieser Gruppe wie etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland auch.
  • Ich habe es geschafft inzwischen selbständig zu Denken und Handeln!
  • Ich habe mein Auskommen, wenn auch nicht viel aber es reicht!
  • Ich habe meine Einschränkungen, aber ich bin mit diesen aufgewachsen und teilweise herein gewachsen!
  • Ich habe Familie die vielleicht oft nicht meiner Meinung ist, aber wenn es darauf ankommt kann ich mich auf diese Verlassen!
  • Ich habe vielleicht nicht viele Freunde, aber ich habe Freunde die mich akzeptieren wie ich bin!
  • Ich kämpfe nicht mehr um Freundschaften, nutze aber Chancen und schenke auch Chancen zur neuen Freundschaften!
  • Ich bin selbständig, habe eine eigene Meinung und wehre mich wenn andere Meinen über mich bestimmen zu müssen!
  • Ich kämpfe ständig mit Behörden, Krankenkassen etc., um Unterstützung die ich benötige!
  • Ich habe eine eigene Wohnung, und bekomme die Hilfe die ich in dieser benötige!
  • Ich genieße die besondere Freiheit die ich seit 10 Jahre habe, auch wenn ich auf vieles verzichten muss!
  • Ich bin zwar nichts besonderes, bekomme aber oft besondere Privilegien geschenkt, teilweise gerade weil ich Behindert bin!
  • Ich bin nicht normal, oder vielleicht genauso normal wie jeder andere Mensch auch!
  • Ich bin vielleicht nicht glücklich, aber dafür zufrieden!
  • Ich habe und werde meine Erfahrung und Wissen sammeln und weiterhin danach handeln oder auch nicht!
  • Ich habe Fehler gemacht, manche würde ich wieder machen!

Wir waren auch mal das Pack

Einige Deutsche (ich sage bewusst nicht „viele“) bezeichnen die Flüchtlinge als „Pack“. Nur weil sie bei uns Zuflucht suchen, weil sie wegen Krieg, Terror und Sorge um das eigene Leben, das Heimatland verlassen müssen.

Wenn wir nur 70 – 82 Jahren zurückblicken, waren wir Deutschen das sogenannte Pack, viele Juden, Regime-Gegner und aus dem Widerstand waren froh, wenn sie aus dem Land fliehen konnten, um in sicheren Ländern aufgenommen zu werden. Und auch in den Ländern, da gab es einige die dachten, das „Pack“ nicht im eigenen Land haben möchte.

Bis vor wenigen Jahren war es so, das wenn wir Deutschen in bestimmten Ländern in Urlaub fuhren, es besser war nicht zu sagen, das wir Deutsche sind, weil sonst könnte es passieren das wir beschimpft, und als Pack bezeichnet wurde. Auch wenn gerade die Kinder und Kindeskinder nichts mehr mit dem 3. Reich zu tun hatten Das Bild änderte sich eigentlich erst durch unsere Solidarität mit den Flüchtlingen, und ironischer Weise, durch das wir inzwischen, wieder das mächtigste Land in Europa sind. Die Mehrheit hat inzwischen gelernt, aus der Geschichte der 1.Hälfte des 20.Jahrhundert, wir haben es geschafft aus Deutschland eine blühende Landschaft zu machen, in keinem Land auf der Erde, geht es den Menschen, so gut wie bei uns in Deutschland, und das gerade mit den Gastarbeiter aus Türkei, Griechenland, Italien und Spanien. Trotz das die alte Bundesrepublik ein marodes Land integriert hat und auf den neusten Stand brachte. Und ich bin sicher wir werden das schaffen, auch wenn wir früher oder später evt. auf etwas Komfort verzichten müssen. Und wer Angst hat vor anderen Kulturen, darf innerhalb von Deutschland nicht reisen, weil der Norden, Westen Osten und Süden hat jeweils eine ganz andere Kultur.

Ich höre oft von einheimischen Deutschen, die „Türken“ machen Kinder nur wegen dem Kindergeld. Aber gerade weil manche Ausländer die Familie noch als das wichtigste ansehen, stirbt Deutschland nicht so schnell aus, zumal viele einheimische Paare sich wenn überhaupt nur für ein Kind sich entscheiden, wegen der Karriere, wegen dem Geld und wegen dem Wohlstand. Von 1990 bis 2015 schrumpfte Deutschland um 2 Millionen Menschen, ohne die Ausländer mit den vielen Kindern wären es noch weniger die heute in Deutschland leben.

Nehmen wir mal an es kommen nach Deutschland bis Ende 2016 etwa 1,6 Millionen Flüchtlinge dann sind das 2%! Bei 2% haben viele Angst der Islam würde die Herschaft in Deutschland übernehmen. Wer sich etwas mit dem Islam auseinandersetzt merkt schnell, das der Islam auch eine friedliche Religion ist. Aber es gibt Rach- und Herrschsüchtige Gruppierungen die meinen, Thesen aus dem Koran falsch auslegen. Das gibt es im Christentum auch schon immer. Bis vor wenigen Jahren war es ein Problem, wenn Protestanten und Katholiken zusammen leben. Bis vor wenigen Jahren, gab es in Irland, sogar noch Glaubenskriege zwischen Katholiken und Protestanten. Vertriebene von 1945 waren meistens Protestanten, die hatten es gerade in Bayern und dem badischen Baden-Württemberg schwer Fuß zufassen, gerade weil sie einen anderen Glauben haben. Heute höre ich „das waren wenigstens Christen“ aber auch die brachten eine andere Kultur mit.

Nachtrag:
Ich schrieb den Text vor den Anschlägen von Paris, was mich ärgert ist, das gerade die Gegner, das Flüchtlinge nach Deutschland dürfen, diesen Anschlag ausnützen um den Islam zu verallgemeinern. Das dies genutzt wird um den Hass gegen Flüchtlinge zu schüren. Dabei ist es ein kleiner Teil, der meint Gewalt im Namen Allah die Welt zu terrorisieren.

Den Flüchtlingen sollte man die Chance geben sich in Deutschland zu integrieren, wir müssen diese aber auch unterstützen und denen ohne Vorwürfen helfen.

Wir bzw. unsere Vorfahren, haben von 1933 – 1945, unter anderem gegen Frankreich, England und den USA, Krieg geführt. Diese Länder haben nach 1945 dafür gesorgt, das Deutschland ein Wirtschaftwunderland wird. Und ja, es ist gut möglich, dass es unter den Flüchtlingen auch welche gibt vom IS, sei es Fahnenflüchtige, Deserteure oder sei es als Schläfer. Dafür ist die deutsche Justiz und die Geheimdienste zuständig um diese aufzufinden, verurteilen und bestrafen. Und genauso wie damals bei den Nazis, sind viele gezwungen worden für die IS zu kämpfen, waren vielleicht sich sicher, für das Richtige zu kämpfen, merkten aber schnell, dass es doch nicht das Richtige ist, andere hatten das Glück dem ganzen rechtzeitig zu entfliehen,.
Und ja was in Paris passiert kann jederzeit auch in Deutschland passieren, aber die Grenzen dicht zu machen nützt da nicht viel, es gibt bestimmt andere Schlupflöcher wo IS-Kämpfer nach Deutschland kommen ohne das es irgendjemand merkt..

die Kirche ist unfehlbar….

„…trotzdem wird diese Kirche siegen. Sie wird sogar so siegen, dass sie die Macht einer ganzen Epoche an sich reißen kann und darüber zu einer prunkenden  Großorganisation degeneriert. Ein feistes, grobschlächtiges Mönchlein aus der sächsischen Provinz wird Gott dieser heruntergekommenen Weltmacht entgegenschicken, ein  Nobody namens Martin Luther wird die Weltmacht erbeben lassen und wieder einigermaßen auf Kurs bringen.
Immer fängt Gott klein an, immer handelt er im Verborgenen, weitab vom Weltgeschehen, unter kleinen Leuten. Nie probiert er es in den Zentren der Macht, religiösen  Hochburgen, unter Hohepriestern und Königen, weil er weiß: Dort sind Selbstüberschätzung, Zynismus und Arroganz stets so weit fortgeschritten, dass kein Raum mehr da  ist für sein Eingreifen. Dort hat das Neue keine Chance.
Ist das Neue dann da, trifft es auf den geballten Widerstand der ganzen Welt und den Spott der Mächtigen. Das Neue, das von Gott kommt, erscheint seltsam anstößig und abgrundtief fremd, so fremd, wie Gottes Wille nun mal ist, immer war und immer sein wird…“

Das ist ein Auszug von der Geschichte „Gottes neuer Versuch“, heute vor knapp 500 Jahren klagte Martin Luther öffentlich an was ihm an der katholischen Kirche  missfiel. Die Katholische Kirche war damals unfehlbar, alles was sie machte war richtig und wer sich dem Widersetzte musste wurde oft mit dem Tod bestraft. Eigentlich genau das was zur Zeit in Syrien und vielen anderen Regionen im arabischen Raum passiert, denn die IS, Al Qaida usw. beanspruchen das ihr Glauben ihr einziger Glauben ist, und zwingen das alle diesen Glauben annehmen müssen oder sie werden umgebracht. Dies zufolge ist das viele flüchten, flüchten in ein sichereres Land, wo sie frei denken und glauben dürfen.

Leider gibt es auch bei uns in Deutschland viele, die denken wir Deutschen sind die einzigen wahren Menschen auf der Welt, Alle andere sind Menschen zweiter oder dritter Klasse, meinen
alle andere sind Barbaren usw.. Schüren Ängste, das Flüchtlinge ständig Vergewaltigen, Stehlen und Prügeln kurz gesagt, alle kriminell sind.

Was sagt die Kriminalstatistik die Ende Oktober 2015 dies detailliert untersuchte:
Es gibt in Flüchtlingsheimen teilweise Gewaltausbrüche, aber damit ist in einer Massenunterkunft zu rechnen, schon alleine oft aus Meinungsverschiedenheit und Missverständnissen. Aber relativ kommt dies selten vor.

Ebenso haben sich die sonstigen Kriminalstatistik wie Diebstahl, Vergewaltigung und was den Flüchtlingen sonst noch vorgeworfen wird dadurch nicht erhöht.

Dagegen Gewalt gegen die Flüchtlingen von Deutschen aus nahmen zu, in den ersten 10 Monaten von 2015 wurden 49 Brandanschläge gegen Flüchtlingsheime verübt, in einer Woche
werden ca. 600 Gewalttaten gegenüber Flüchtlinge registriert, welche von Deutschen provoziert oder ausging, dass sind 2 pro Stunde! Und dann heißt es wir müssen Angst vor den Flüchtlingen haben…

Die dafür Verantwortlich sind, beschimpfen die freie Berichterstattung der Lügenpresse, weil sie genau das nicht tut, was die Gegner wollen. Ich persönlich wurde als Volksverhetzer mal betitelt, weil ich der Meinung bin, gerade die Flüchtlinge sowie deren Kinder und Kindeskinder sind diejenigen, die uns in ein paar Jahre oder Jahrzehnten den Wohlstand sichert, unsere Renten bezahlt, und die Arbeitskräfte ersetzen, die immer mehr in Deutschland fehlen.

Wir alle sind verantwortlich, ob sich die Flüchtlinge in Deutschland sich anpassen und Integrieren, wir müssen auf die Zugehen und es nicht von denen Verlangen, die  müssen erst lernen wie unsere Moralvorstellungen sind und das brauch seine Zeit, Von den Deutschen erwarte ich es, dass sie es wissen. Doch viele Deutsche kennen nicht einmal die Grundrechte, weil  sonst würden sie ganz anders mit den Flüchtlingen in Not umgehen, die im Übrigen nicht bessergestellt werden wie den Ärmsten von den Einheimischen, nur auch die müssen  etwas dafür tun, sei es nur Anträge zu stellen um Unterstützung zu erhalten.

Dabei ist es nicht relevant ob Europa in der Flüchtlingspolitik versagt und nur wenige Länder sich für dieses Problem verantwortlich sind. In erster Linie geht es darum den Flüchtlingen die in Not sind zu Helfen, und ich bin auch dafür die nicht in Not sind das sie abgeschoben werden, wenn in deren Ursprungsland keine Gefahr auf das eigene Leben besteht.

Heute am 31. Oktober wird auch Halloween gefeiert, ein keltischer Brauch der in den USA sehr kommerzialisiert wurde und nach Europa zurück kam. Die Neu-Amerikanische Kultur die nach Europa herüberschwabt die sind willkommen, aber von der Kultur aus dem Orient davor hat man Angst!

Deutschland den Deutschen… hatten wir das nicht schon einmal!

Vor 70 bis 80 Jahren waren viele Deutschen, (wobei ich die Juden zu den Deutschen zähle), in der Situation wie heute viele Syrer, die auf der Flucht waren, und es unter Umständen in die Schweiz es schaffte, und von den Schweizer wieder zurück geschickt in die Hölle des Löwen wurden. Heute verurteilen wir „DEUTSCHEN“, die Schweiz für diese Art und Weise.

Vor 65 – 70 Jahren waren die meisten Bewohner, des ehemaligen Deutschen Reich auf der Flucht auch die wurden wie heute die Syrer mit Ablehnung und Misstrauen empfangen.

Vor 66 bis 25 Jahren versuchten viele Ostdeutsche nach Westdeutschland zu kommen, auch die  waren nicht willkommen. (Diese Abgrenzung gibt es heute noch in den Köpfen). Gerade in Ostdeutschland haben ja soviel Angst vor Fremden – OK die haben noch nicht gelernt mit Ausländer zu leben.

Neu kommt hinzu das oft das Geld, die Kultur und Religion geschützt werden müssen, weil sonst nehmen es die Ausländer bzw. Flüchtlinge weg oder zwingen uns deren Kultur auf. Ist es nicht umgekehrt, wir verlangen von denen, dass die unsere Kultur und unser Brauchtum annehmen müssen, Es wird assoziert das viele „Deutsche“ in Deutschland verhungern müssen, weil wir Flüchtlinge finanzieren müssen usw.

Ist es nicht so, das uns eher viele Brauchtümer und die Kultur, aus Amerika auf gedrängt wird, dass finden viele sogar noch gut. Das wir Deutschen etwas gegen den muslimischen Glauben haben, und wir es denen Schwer machen, dabei wollen diese nur Ihre Religion ausleben, ohne die Christen zu stören, zumal viele Syrer sogar Christen sind, gerade deshalb von der IS verfolgt werden. Ist es nicht eher so, das gerade Nicht-Gläubige sich an ein Stück Holz stören, denn nur für gläubige Christen haben das Kreuz einen Symbolischen religiösen Wert, oder warum haben so viele Angst vor einer Kopfbedeckung der Frauen, die nur für gläubige Muslime eine religiöse Bedeutung haben. Der Satz aus dem Koran „Bedenke dein Haupt um deine Schönheit zu verbergen“, steht auch in der Bibel und wurde bis vor einigen Jahren auch bei den Christen in Deutschland berücksichtigt. In vielen Ländern wo der Katholischen Glaube gelebt wird, gehen Frauen immer noch mit einem Kopftuch in die Kirche.

eigene Meinung, eigene Freiheit, eigene Heimat…

Im Oktober 1989 war der Höhepunkt der DDR-Revolution. Immer mehr Menschen hatten den Mut auf die Straße zu gehen um friedlich und ohne Gewalt gegen das DDR-Regime zu protestieren. Auch wenn die DDR-Obrigkeit, mit Gewalt darauf antwortete, sah man doch, dass gerade die Gewaltlosigkeit zum Frieden geführt hat. Die Honeckers-Scheinwelt brach umso mehr in sich zusammen, umso mehr er sich bemühte diese aufrecht zu halten.

Gerade im September und Oktober 1989 schafften es immer mehr nach West-Deutschland zu flüchten, diese Massen konnten die ehemaligen DDR nicht mehr aufhalten. In ihrer Not besetzen ehemalige DDR-Bürger, die Westdeutsche Botschaften in Prag und Warschau. Diese Menschen haben alles Verlassen nur in der Zuversicht auf ein neues freies Leben. Nach dem Wunsch in Frieden und Freiheit zu leben. Der Preis dafür war Familie und Freunde zu verlassen. um teilweise in unmenschlichen Bedienungen in den Auffanglager oder Notunterkünften zu wohnen.

Wenn ich die Nachrichten 2014 verfolge erleben wir ähnliche Situationen, und wieder aus dem Osten, diesmal aber an der neuen Europäischen Ost-Grenze. Diesmal ist es nicht die radikale sozial-kommunistische Ideologie, diesmal wird es im Namen einer radikalen Islamischen Religion ausgetragen. Auch dort gibt es Millionen von Menschen die flüchten nur weil sie in Frieden und Freiheit leben wollen, weil für sie der Islam ein freier Glaube sein soll, und keine Diktatur, mit Menschenunwürdigen Regeln und Gesetzen. Die Leute wollen selber entscheiden wie sie Leben, den Glauben ausüben und wem sie Vertrauen. Ohne Angst zu haben, das ein freies Denken mit Folter oder dem Tod bestraft werden kann, oder einfach nur weil sie zur falschen Zeit am falschen Platz sind.

Ebenso ist es erschreckend, dass in der Ukraine den gleichen Fehler macht wie Ost-Deutschland 1949 bzw. 1961 im Schutze des großen russischen Bruder. Das Land droht sich zu teilen und es besteht die Gefahr, dass in Europa wieder ein geteiltes Land gibt, schlimmer noch wäre wenn es wieder eine Mauer geben wird.

Deutschland wo noch vor 70 Jahren das Land der Gewalt, Willkür und Terror war, gehört heute zu dem freisten Land der Welt. Die meisten Deutschen haben aus der Geschichte unseren Vorfahren gelernt und wir tun alles, das so etwas nie wieder passiert.

Ich hatte das Glück in einem Land aufzuwachsen wo Frieden und Meinungsfreiheit herrscht, und das schon lange vor meiner Geburt. Ich habe nie einen Krieg erlebt, und musste nie meine Heimat verlassen oder bin dazu genötigt bzw. gezwungen worden.

Meine Eigene Meinung lasse ich mir nicht verbieten, auch wenn ältere Leute, Eltern und Lehrer sowie auch Freunde und Bekannte es immer wieder versuchten. Aber mir ist bewusst, das Recht der Meinungsfreiheit ist eine große Verantwortung. Meinungsfreiheit heißt tatsächlich eine eigene Meinung zu haben, auch wenn alle andere diese nicht Teilen. Nicht unbedingt das Nachquatschen was andere sagen oder wünschen. Aber auch die Meinung von dem anderen zu respektieren, weil auch diese haben ein Recht auf ihre eigene Meinung. Mir sind gerade die Leute lieber, die mit mir über etwas Diskutieren und eine andere eigene Meinung vertreten, das aber auf faire Art und Weise.

Schlimm finde ich Leute die gleich mit mir auf eine Wellenlänge sind oder sich zu schnell überzeugen lassen, nur um ihre Ruhe zu haben. Die jeder Diskussion aus dem Weg gehen oder jeden Konflikt scheuen. Die keine Argumente mehr finden und dann mit unfairen Mittel reagieren finde ich …naja…! Erbost bin ich über diejenigen, die auf diese Art und Weise es schaffen, das ich genau nach dem „Auge-um-Auge-Prinzip“ reagiere obwohl ich das nie wollte und ich dann selber kein Ende finde, um „fünfe gerade sein zu lassen“.

Dennoch dürfen wir die Vergangenheit nicht ruhen lassen und vergessen, aber auch nicht immer verantwortlich sein, für das was unsere Vorfahren verantwortlich sind. Vor allem die Nachkommen der damaligen Opfern, in ihrem eigenen Land andersdenkenden und andersglaubenden, zu unterdrücken und bekämpfen, und dabei es uns Vorhalten, wenn wir nicht auf der Seite von denen, sondern auf der Seite der anderen sind. Auch ein gelobtes Land gehört denen, die dort wohnen und nicht die es besetzen, nur weil es vor zweitausend Jahren es ihnen mal gehörte. Denn es ist deren Heimat die dort leben und keiner will aus seiner Heimat vertrieben werden.