Die meisten Arztpraxen in der Region sind nur Pseudo-Barrierefrei

Pseudo-Barrierefrei ist ein neuartiger Begriff in der Lobby dem behinderten Menschen, und bedeutet, dass zwar die Barrierefreiheit der DIN-Norm entspricht, aber tatsächlich für körperlich Eingeschränkte, Blinde oder Gehörlosen Menschen oft nicht bzw. mit Einschränkungen brauchbar ist.

Mir fällt auf, ich komme zwar,   mit meinem Rollstuhl, ohne Probleme in fast allen Arztpraxen bis ins Behandlungszimmer, aber da endet oft schon die Barrierefreiheit, weil ich vor einer Liege stehe, die 90 cm und mehr hoch ist. Wo ein Rollstuhlfahrer kaum eine Chance hat selbständig auf die Liege zu kommen, da diese nicht höhenverstellbar ist. Rollstühle haben eine Sitzhöhe von ca. 50 cm, der Transfer von diesen, auf eine Liege erfolgt oft über ein sogenanntes Rutschbrett, dazu ist es aber nötig, dass die Liege auf gleicher Höhe ist. Ansonsten ist die Muskelkraft des Personals oder Begleitpersonen notwendig. Oft kann eine ordnungsgemäße Behandlung nicht durchgeführt werden. Es gibt eine einfache Lösung, höhenverstellbare Liegen. Für die Behandlung sind diese auch für die Ärzte und dem Personal eine Entlastung. Eine feste Liege kann zu tief aber auch zu hoch sein. Auch ältere Patienten, die nicht mehr so gelenkig sind, sollte es möglich sein, dass individuell die Liege einzustellen ist.

Ich persönlich, der nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch noch Kleinwüchsig ist, kann die sonst sehr gute ausgestattete Arztpraxen gerade in Lauchringen und Umgebung nur für eine Beratung nutzen, für eine intensive Behandlung muss ich in die Uniklinik nach Freiburg., Deshalb sollte bereits bei der Planung nicht nur auf die DIN-Norm geachtet wird, sondern auf die Bedürfnisse der Betroffenen. Gerade in der Radiologie (z.B Röntgen), kostet es viel Geld nachträglich umzubauen, „es ist technisch oder bauartbedingt nicht möglich“, ist in der heutigen Zeit keine Argumentation mehr.

Das in den meisten Praxen nicht für Blinden und Gehörlosen Menschen ausgerüstet ist möchte ich an dieser Stelle außer Betracht lassen. Das Bedürfnis der behinderten Menschen ist soviel wie möglich ohne fremde Hilfe zu bewältigen, dies kann aber nur gelingen wenn dies mit den einfachsten Mittel die Möglichkeit geschaffen wird und nicht an der falschen Stelle gespart wird. Zu dem sollte nicht für, sondern mit den betroffenen Menschen geplant werden.

Lauchringer Behindertentoiletten ohne Euroschließsystem (EuroKey)

In der familienfreundlichen Gemeinde Lauchringen gibt es inzwischen viele Rollstuhlgerechte Behindertentoiletten, und viele Rollstuhlfahrer sind nicht zum ersten Mal vor einer verschlossenen Türe gestanden, weil diese nicht geöffnet war, auf Grund der Behinderung die Türe nicht mit eine Münze öffnen kann, oder niemand zuständiges in der Nähe war.

Dabei gibt es in Deutschland und vielen Europäischen Ländern ein einheitliches Schließsystem wo Betroffene mit einem Schlüssel diese Toilette öffnen kann.

Der Euroschlüssel (EuroKey) ist ein 1986 vom CBF Darmstadt – Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e. V. – eingeführtes, inzwischen europaweit einheitliches Schließsystem, dass es körperlich beeinträchtigten Menschen ermöglicht, mit einem Einheitsschlüssel selbständig und kostenlos Zugang zu behindertengerechten sanitären Anlagen und Einrichtungen zu erhalten,

Diesem fortschrittlichen Beispiel folgend, haben inzwischen über 6.000 Städte und Gemeinden alleine in Deutschland sowie Hochschulen, Universitäten, Freizeitanlagen, Kaufhäuser und Behördenhäuser diese gleiche Schließanlage in die Behinderten WCs installiert. Somit sind alle Behinderten in der Lage, mit einem eigenen Schlüssel alle umgerüsteten Behinderten WC Anlagen ohne Schwierigkeiten zu benutzen.

Der Schlüssel ist ein Wendeschlüssel, dessen Heft (Schaft) beidseitig gleich angeordnete Kerbungen und Muldenbohrungen aufweist und deshalb auch gedreht in das Schloss eingeführt werden kann.

Der Euroschlüssel wird in Deutschland u.a. vom BSK e.V. und vom CBF Darmstadt zum Selbstkostenpreis abgegeben. Um Missbrauch zu verhindern, muss die Beeinträchtigung bei der Bestellung nachgewiesen werden. Einen Euroschlüssel erhält man u. a. bei schwerer Gehbehinderung, als Rollstuhlfahrer, mit einem Grad der Behinderung ab 70 und dem Merkzeichen G (oder mit den Merkzeichen aG, B, H, oder BL), bei multipler Sklerose, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sowie als Stomaträger und bei sonstigen chronischen Blasen- und Darmleiden.

Bauherren können bereits bei Planung und Bau ihrer sanitären Anlagen die einheitlichen Schließzylinder (ca. 100 € – 350 € je nach Ausführung) erwerben. Weitere Informationen hierzu hält ebenfalls der CBF Darmstadt bereit.

Ich persönlich habe diverse Architekten und die Gemeinde Lauchringen auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht.

Die Vorteile und zumal Behinderte es wertschätzen sind:

  • Den Schutz der Anlage vor Missbrauch und Vandalismus durch Unbefugte.
  • Geringere Unterhaltskosten dank eingeschränktem Benutzerkreis (keine unnötigen Verunreinigungen etc.)
  • Das Euroschlüssel-System leisten einen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung am öffentlichen Leben

An vielen Toiletten mit diesem Schließsystem steht auch oft ein Hinweis, wo man bei notwendigen Bedarf sich den Schlüssel ausleihen kann, wenn man diesen evtl. vergessen hat bzw. zum Wickeln eines Babys, weil oft in den Behindertentoiletten auch ein Wickeltisch ist.

(Leserbrief im Südkurier Mitte Februar 2018)

Offener Brief an Frau Rita Schwarzelühr-Sutter (MdB) und Herr Felix Schreiner (MdL BW)

(Veröffentlichung auch als Leserbrief im Südkurier; Kopie an Schwerbehindertenbeauftragten des Landkreis Waldshut)

Liebe Frau Rita Schwarzelühr-Sutter,
lieber Felix (Schreiner),
sehr geehrte Damen und Herren,

ich komme erst jetzt dazu, über meine persönlichen Erfahrungen mit den neuen Fahrzeugen der Hochrheinbahn zu berichten. Am Christi-Himmelfahrt Wochenende benutzte ich die Hochrheinbahn von Lauchringen-West nach Basel (und zurück), auf dem Weg zum größten europäischen Kleinwuchskongress.

Ein paar kurze Wort vorweg. Die angeblich neuen Fahrzeuge sind im Hinblick auf die Barrierefreiheit eher ein Rückschritt als eine Verbesserung. Die alten Fahrzeuge (BR641), mit der Rampe von den jetzigen Fahrzeugen (BR644), wäre die beste Lösung.

Eigentlich ist es zudem auch ein Unding, von neuen Fahrzeugen zu sprechen, wenn es sich um ausrangierte Fahrzeuge aus dem Ruhrgebiet handelt.

Was fiel mir auf:

  1. Die neuen Fahrzeuge sind für Hochbahnsteige (76 cm) konzipiert. So ist es auf dieser Strecke nur möglich in Basel Bad. Bahnhof ebenerdig einzusteigen. Lauchringen-West hat bereits einen höheren Bahnsteig (55cm). Mit der ca. 1,5m lange Rampe ist der Einstieg in Lauchringen zu meistern, allerdings bei den anderen Bahnhöfen (Bahnsteighöhe 35 cm) auf der Hochrhein-Strecke ist diese zu steil. Dies ist vielleicht mit einigen E-Rollstühlen möglich (je nach Bauart und Körpergewicht des Insassen), aber gerade für Schiebe-Rollstühle und Helfer, sowie Mobilitätseingeschränkte zu steil.
    1. Darüber hinaus hatte ich das Gefühl, das das Personal nicht ausreichend geschult wurde im Umgang mit der Rampe. So wurde z.B. das obere und untere Teil vertauscht, wodurch oben ein Spalt zwischen Innenraumboden und der Rampe selbst entstand, der wiederum ohne fremde Hilfe nicht überwindbar war. Beim ebenerdigen Übergang in Basel zum Überbrücken des Zwischenraums wurde die Rampe ebenfalls falsch angelegt.
  2. Die Fahrzeuge bieten zwar ausreichend Platz im Innenraum, aber je nach dem in welche Richtung der Zug fährt, ist ein sicheres Platzieren (mit dem Rücken in Fahrtrichtung an einer Wand) nicht möglich, weil die Plätze nur in eine Richtung ausgerichtet sind.
    Schwerbehinderten Stellplatz BR644

    Schwerbehinderten Stellplatz BR644

    1. Es gibt keine Möglichkeit zum festhalten
    2. Im Falle einer Notbremsung oder starken Bremsens wie oben beschrieben, gibt es keine Sicherung, weil die Rückhaltsicherung nur bis etwa Sitzhöhe (Hüfte) ausgelegt ist, das heißt im Fall einer Notbremsung, könnte der Rollstuhlfahrer über die Rückhalt-Sicherung nach hinten kippen, mit fatalen Folgen. Dies Bedeutet, dass man Rückwärts über die Rückhalteplatte fliegt, diese Platte sollten so hoch sein, dass man sich mit dem Kopf anlehnen kann.

Für mich persönlich ist es möglich von Lauchringen (West) nach Basel Bad. Bf mit dem Zug zu fahren, allerdings ohne Möglichkeit für einen Zwischenstopp, da dort die Rampe für meinen Rollstuhl viel zu steil ist. Über die Problematik einer plötzlichen Störung wo der Zug evakuiert werden muss, bzw. auf Ersatzverkehr an einer Station ausgewichen werden muss, möchte ich lieber nicht nachdenken.

Auch wenn die Elektrifizierung früher oder später kommen wird, ist sicher noch nicht die Angleichung der Bahngleise auf eine Höhe geplant. Eine günstige mögliche Übergangslösung wäre mit Behelfsbahnsteigesystemen „Hanau“ bzw. „Grünsfeld“ den Höhenausgleich zu schaffen.

Positiv rückmelden möchte ich, dass in den letzten Jahren gerade im Landkreis Waldshut viel getan wurde um die bisher lang versäumte Barrierefreiheit in der Region auszugleichen.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Flum

Link zu den Behelfsbahnsteigen
http://www.bahnbaugruppe.de/bahnbaugruppe-de/produktion_fahrbahn/behelfsbahnsteig.html

Behelfsbahnsteig_Gruensfeld.pdf

Behelfsbahnsteig_Hanau.pdf

Kurzmitteilung

meine Seite wurde gehackt!

Auch meine Seite war von der Hacker-Attacke im Februar 2017 betroffen!!!

Ich habe den Fehler gemacht lange nichts mehr zu schreiben bzw. darauf zu schauen, dadurch habe ich den Hacker-Angriff erst heute entdeckt.

Die gehackten Bereiche habe ich gelöscht, dennoch kann ich nicht ausschließen das manche Texte noch teilweise davon betroffen sind.

Ich bin kein Zwerg, ich bin ein Mensch

Dank eines Redakteur der Süddeutschen Zeitung (#SZ), werden wir Kleinwüchsige gleich mal 50 Jahre zurück versetzt. Eigentlich wollte er einen Nachruf schreiben,, weil der Schauspieler  in den 80ern in einer Puppe für Dreharbeiten „Alf“ verkörperte.

Anstelle einen tatsächlichen Nachruf zu schreiben, seine Aktivitäten würdigte und vielleicht darauf hinwies wie er vor, während und nach seiner Aktivität als Alf lebte, und mit seinem Kleinwuchs zurecht kam, kam von diesem Redakteur ein Hohelied darauf, wie lustig wir Kleinwüchsige aussehen, wirken und das Volk bespassen können:

Zitat aus der SZ
„Kleinwüchsige begeistern schon deshalb, weil von ihnen ein märchenhafter Zauber ausgeht. Weil sie wie Erwachsene wirken, die man in Kinderkörper gesteckt hat. Weil sie sich ähnlich komisch bewegen wie die schlaksigen Riesen Stan Laurel oder Jacques Tati. Weil ihre Stimmen piepsen, als hätten sie Helium eingeatmet. Die Tonlage von Kleinwüchsigen ist meist noch höher als die von Frauen. Das ist beeindruckend für all jene, die ihren Stimmbruch überstanden haben.“
Zitatende

Auf Grund eines Shit-Storm von Kleinwüchsigen, im Facebook und Twitter, unter dem Hashtag #KEINZWERG, wo viele sich durch einen Foto, mit einem Plakat darauf, „Ich bin kein Zwerg, ich bin ein Mensch“ oder ähnliches stand, war die SZ genötigt, all denen, die direkt dem Redakteur eine empörende Mail schrieben, zu antworten, aber die Entschuldigung war fast schlimmer, als der Artikel selbst und er bat uns Kleinwüchsigen um Verständnis, wir sollen das nicht so Ernst nehmen, und sollen es mit Humor nehmen. Die Antworten waren bei allen gleich, es wurde nicht einmal die Mühe gemacht die Anrede + Name zu ändern.

Und ja wir Leben, wir bringen vielleicht andere zu Lachen, und machen vielleicht auch Witze über uns selbst, aber wir machen es als Menschen, wie jeder andere auch, und nicht als Kleinwüchsige, wo geboren sind, um andere zu bespassen.

Enttäuscht war ich irgendwie, vor Reaktionen, aus meinem erweiterten Bekanntenkreis, die sich aufgeregt haben, dass wir aus einer Mücke einen Elefanten gemacht haben, auf Probleme von anderen hinwiesen, und die nicht so einen Aufstand machen würden, (was im übrigen nicht stimmt). Ich persönlich finde es schlimm, wenn ich mich rechtfertigen muss, von etwas was ich empfinde, wo andere evtl. nicht nachvollziehen können, aber mir vorschreiben wollen was ich zu tun und lassen habe, dabei dann auch noch Äpfel und Birnen in einen Korb werfen. Dabei Leben wir mit unsere Behinderung und können dies nur beurteilen.

So nebenbei (nicht nur bezogen auf Kleinwuchs, sondern Behinderung allgemein), deshalb wird nicht mit uns geplant, sei es Gesetze, Bauvorhaben etc, sondern über unsere Köpfe hinweg, Mit dem Ergebnis das oft nur Bullshit herauskommt, und wir mit dem Ergebnis, nicht zufrieden sind, und dann uns noch vorgeworfen wird, wir sind ja mit nichts zufrieden und sollen doch dankbar sein, das etwas für uns gemacht wird.

Eines hat die Aktion gezeigt, gemeinsam ist man Stark, gemeinsam kann man etwas erreichen, und auch David gegen Goliath kann funktionieren, man muss nur den Mut dazu haben. Und zum Glück haben wir inzwischen eine Lobby und können uns wehren, diese Lobby lassen wir uns nicht mehr wegnehmen, wer es probiert soll sich warm anziehen.

Ich bin jetzt bewusst nicht auf die Vor- und Nachteile des Kleinwuchs eingegangen, wie ich Lebe, und meine Umwelt mich war nimmt, auch nicht auf meine Körperliche Einschränkungen, weil das ist eine andere Problematik.

Zum Schluss möchte ich auf ein paar Blogs hinweisen, die über dieses Thema auch sehr gut, (und wesentlich besser als ich), geschrieben haben:

Ninja LaGrande:
http://ninialagrande.blogspot.de/2016/06/keinzwerg-warum-die-diskrimierung-von.html

Andrea Schöne:
http://www.firstlife.de/ich-bin-ein-mensch-und-kein-zwerg/

Michel Arriens
http://michelarriens.de/sueddeutsche-zeitung-wir-muessen-reden/
http://ze.tt/kleinwuechsige-sind-keine-maerchenfiguren/


Nachtrag 18. Juni 2016:

Nach vier Tagen, durch den Druck von vielen empörten Kleinwüchsigen, hat sich die Süddeutsche Zeitung in einem Statement öffentlich entschuldigt.

Bei den Kommentaren die unter dem Statement standen, habe ich ziemlich schnell aufgehört zu lesen, es gibt viele Leute, die es nicht kapieren wollen, und denken, „mir geht es gut – also nervt mich nicht!“, zudem wie sagte schon Albert Einstein so schön:

„Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.

Er hat manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren.“

Rezession „Ich liebe Deutschland, und die Deutschen“ von Heinrich Heine

Als ich 1998 nach Düsseldorf Gerresheim zog, wo ich bis 2002 wohnte, viel mir in unmittelbarer Nähe, beim Kölner Tor an einer Hauswand ,ein Text von Heinrich Heine auf:

Textauszug aus den Berliner Briefe von Heinrich Heine an einer Hauswand im Kölner Tor in Düsseldorf-Gerresheim

Ich liebe Deutschland und die Deutschen;
aber ich liebe nicht minder die Bewohner
des übrigen Teils der Erde,
deren Zahl vierzig mal größer ist,
als die der Deutschen.
Die Liebe gibt dem Menschen seinen Wert.
Gott lob!
ich bin also vierzig mal mehr wert als jene,
die sich nicht aus dem Sumpfe
der Nazionalselbstsucht hervorwinden können,
und die nur Deutschland und Deutsche lieben.

(Heinrich Heine Ausz. Briefe aus Berlin 1822)

Dieser Text erinnert mich immer das es in der letzten Zeit immer mehr Menschen es gibt, die meinen wir deutschen sind die Menschen, die über andere Urteilen dürfen; und sehen alle andere Völker die nicht dem deutschen Idealbild ähnlich sehen; als Untermenschen an.

Aber wie war es, es ist noch nicht so lange her, und in manchen Regionen und Dörfern sogar teilweise noch heute, das wir alt eingesessene Deutsche sogar Fremde im eigenem Land sind. Nicht weil angeblich Menschen mit muslimischen Glauben versuchen die Christliche Kultur ausrotten versuchen. Nein, schon alleine, wenn jemand in ein anders Bundesland zieht, manchmal sogar in eine anderes Dorf, in eine andere Stadt oder in ein anderes Viertel, wird man wie ein Fremder behandelt mit tausende Vorurteile,

Wie war es nach dem 2. Weltkrieg, wo die ganzen Flüchtlinge  von protestantischem Glauben, plötzlich in Erzkatholischen Regionen flüchten mussten. Da hatten die Einheimischen auch Angst, das die evangelischen Moral und Werte, der katholischen Ureinwohner unterwandern werden. Es war oft eine Todsünde, wenn Katholische und Evangelische zusammen geheiratet haben.

Auch heute flüchten noch viele Deutsche von ärmere Regionen in die besseren Gebiete, das ist besonders an der Grenze zur Schweiz zu beobachten, in viele Dörfer wohnen mehr sogenannte „Zugereiste“ oder “ ’nei’g’schmöckte“ als Einheimischen. In den Dörfer stellt man oft fest, das nicht mehr der Dialekt, also quasi die eigene Sprache gesprochen wird, sondern nur Hochdeutsch. Da gibt es oft auch verständigungsprobleme, weil Deutsch ist auch oft im eigenen Land eine Fremdsprache, je nach Ort und Region. Das liegt daran, das viele in der Schweiz arbeiten, aber in Deutschland günstig wohnen.
In der 60er kamen viele Gastarbeiter, um Deutschland zu unterstützen, gerade bei den Türken gab es auch da viele Vorurteile, weil es keine Christen sind und andere Werte deshalb hatten, vor allem das Kopftuch der Frau, störten viele Deutschen. Weil diese Gastarbeiter ursprünglich nur für eine bestimmte Zeit in Deutschland sein sollte. steckte ,man diese in Gettos und grenzte Sie von den Deutschen aus. Viele der Gastarbeiter wohnen heutebereits in der dritten oder vierten Generation hier, sind inzwischen Deutsche geworden und haben ihre Heimat hier gefunden. Leider leben viele noch in den Gettos, aber auch viele haben sich angepasst, und sind manchmal Deutscher wie manche Deutsche. Die meisten akzeptieren die deutsche Moral und Werte, erwarten aber das wir deren ebenfalls respektieren. Die meisten Türken haben kein Problem mit dem zwei Stücken Holz an der Wand, erwarten aber wenn die muslimische Frau es möchte, das sie ein Kopftuch tragen darf. Gerade beim Essen sind viele damals für die deutschen exotischen Speisen schon ganz normale Speisen in der deutschen Küche  nicht mehr wegzudenken.,

Wir haben die Chance die Fehler aus der Vergangenheit, die wir damals bei den Gastarbeiter gemacht haben, nicht zu wiederholen, Wir müssen die Flüchtlinge so schnell wie möglich integrieren, unsere Werte vermitteln, aber nicht aufzwingen, ohne das die Ihre eigene Werte aufgeben müssen.

Wir müssen diese Chance nutzen, weil gerade bei den Deutschen ist die Karriere wichtiger als der Nachwuchs, das heißt ohne den Nachwuchs kann es passieren das in 10 oder 20 Jahren, wie in den 1960er, es wieder zuwenige Menschen für zu viele Arbeit es gibt. Gerade im Handwerk spüren wir es heute schon.
Wenn weniger Menschen arbeiten, dann zahlen auch immer weniger Menschen die Rente für die Rentner, die es dann immer mehr geben wird. Die Flüchtlinge die zu uns kommen, haben wir eine Chance, dies auszugleichen, Gerade weil viele Flüchtlinge, noch viele Kinder haben und bekommen, und die Familie an höchster Stelle steht.

Die meisten Flüchtlinge, die nach Deutschland oder Europa kommen, steht zum echten islamische Glaube,  der Grundlegend wie das Christentum aufgebaut ist mit Toleranz und Nächstenliebe. Diese Menschen flüchteten gerade von denen Menschen, die den Glauben wie die Christen, in der Vergangenheit missbrauchten.

Die meisten Flüchtlinge sind dankbar wenn man ihnen die Chance gibt, sind bereit sich anzupassen, wenn wir ihre Werte und deren Glauben respektieren. Wichtig ist, das wenn überhaupt notwendig, die Flüchtlinge so kurz wie möglich, in den Massenunterkünfte bleiben, weil dort führt die Langeweile zu Konflikten und Gewalt. Diese Menschen müssen beschäftigt werden und oft auch psychologisch betreut werden.

Konflikte zwischen den Deutschen und den Flüchtlingen, entstehen oft durch Vorurteile, durch Prinzipien-Reiterei, und durch die mangelte Bereitschaft der Solidarität.

Ist die AfD gefährlich?

Ist die AfD gefährlich?  Ich persönlich sage ja…

Weil jeder der etwas weiterdenkt, also nicht nur heute und jetzt, müsste erkennen, das wenn die Flüchtlinge bekämpft sind, kommen andere Personengruppen die viel Geldkosten dran, das heißt, Hartz IV-Empfänger, Kranke und Behinderte, Alte und Kindern. Weil auch wenn diese Personengruppe wichtig sind, für die Volkswirtschaft, kosten die viel Geld.

Die AfD wird dann behaupten:

  • alle Harz IV-Empfänger sind Schmarotzer, stinkfaul und kriminell,
  • alle Behinderte, Kranke und Alten; warum Medizinische Versorgung?, die Sterben ja eh bald und machen noch viel Arbeit,
  • alle Kinder, kosten viel Geld, sind disziplinlos, haben keinen Respekt und lungern nur herum

Und jeder der anfängt zu Denken wird von der AfD sofort zurechtgewiesen, wenn nicht sogar hart bestraft!

Hatten wir das nicht schon mehrfach in der Vergangenheit? Ich gehe davon aus, das 99% die AfD wählen wollen, noch nie mit einem Flüchtling gesprochen hat und nicht ein mal die Mühe machte sich mit denen zu Beschäftigen, und gerade diese 99% glauben lieber ein paar Sprücheklopfern von Pegida und Co, meinen Sie wären das Volk, und wenn die Presse etwas anderes berichten sind es in deren Augen „Lügner“, und fallen dazu auch noch auf jede Satire herein.

Ich habe Angst, das ich bald meinen Rechten Arm im 45° Winkel in den Himmel strecken muss, und jeden mit „Heil Pegida“, anstelle mit einem einfachen Händeschüttel und Guten Tag begrüßen muss…

9. November 1938 wiederholte sich in Bautzen…

In Bautzen brannte heute Nacht wieder ein bezugsfertiges Asylantenwohnheim, nicht nur das es vermutlich Deutsche waren wo es angezündet haben, wurde das ganze von Schaulustigen auch noch bejubelt – das ganze erinnert mich an den 9. November 1938 – ich bin schockiert und sprachlos…

ICH MÖCHTE EIN BUNTES MULTIKULTURELLES DEUTSCHLAND

UND

KEIN BRAUNES DEUTSCHLAND den DEUTSCHEN

Brand Asylheim Bautzen Feb 2016

Bildquelle www.mdr.de

Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Heute ist der 3. Dezember 2015 – der Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, Wie Behinderte in Deutschland behandelt werden, ist vielleicht nicht das Beste aber dennoch vorzeigbar, und es wird immer besser von Jahr zu Jahr.

  • Ich gehöre zu dieser Gruppe wie etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland auch.
  • Ich habe es geschafft inzwischen selbständig zu Denken und Handeln!
  • Ich habe mein Auskommen, wenn auch nicht viel aber es reicht!
  • Ich habe meine Einschränkungen, aber ich bin mit diesen aufgewachsen und teilweise herein gewachsen!
  • Ich habe Familie die vielleicht oft nicht meiner Meinung ist, aber wenn es darauf ankommt kann ich mich auf diese Verlassen!
  • Ich habe vielleicht nicht viele Freunde, aber ich habe Freunde die mich akzeptieren wie ich bin!
  • Ich kämpfe nicht mehr um Freundschaften, nutze aber Chancen und schenke auch Chancen zur neuen Freundschaften!
  • Ich bin selbständig, habe eine eigene Meinung und wehre mich wenn andere Meinen über mich bestimmen zu müssen!
  • Ich kämpfe ständig mit Behörden, Krankenkassen etc., um Unterstützung die ich benötige!
  • Ich habe eine eigene Wohnung, und bekomme die Hilfe die ich in dieser benötige!
  • Ich genieße die besondere Freiheit die ich seit 10 Jahre habe, auch wenn ich auf vieles verzichten muss!
  • Ich bin zwar nichts besonderes, bekomme aber oft besondere Privilegien geschenkt, teilweise gerade weil ich Behindert bin!
  • Ich bin nicht normal, oder vielleicht genauso normal wie jeder andere Mensch auch!
  • Ich bin vielleicht nicht glücklich, aber dafür zufrieden!
  • Ich habe und werde meine Erfahrung und Wissen sammeln und weiterhin danach handeln oder auch nicht!
  • Ich habe Fehler gemacht, manche würde ich wieder machen!

Wir waren auch mal das Pack

Einige Deutsche (ich sage bewusst nicht „viele“) bezeichnen die Flüchtlinge als „Pack“. Nur weil sie bei uns Zuflucht suchen, weil sie wegen Krieg, Terror und Sorge um das eigene Leben, das Heimatland verlassen müssen.

Wenn wir nur 70 – 82 Jahren zurückblicken, waren wir Deutschen das sogenannte Pack, viele Juden, Regime-Gegner und aus dem Widerstand waren froh, wenn sie aus dem Land fliehen konnten, um in sicheren Ländern aufgenommen zu werden. Und auch in den Ländern, da gab es einige die dachten, das „Pack“ nicht im eigenen Land haben möchte.

Bis vor wenigen Jahren war es so, das wenn wir Deutschen in bestimmten Ländern in Urlaub fuhren, es besser war nicht zu sagen, das wir Deutsche sind, weil sonst könnte es passieren das wir beschimpft, und als Pack bezeichnet wurde. Auch wenn gerade die Kinder und Kindeskinder nichts mehr mit dem 3. Reich zu tun hatten Das Bild änderte sich eigentlich erst durch unsere Solidarität mit den Flüchtlingen, und ironischer Weise, durch das wir inzwischen, wieder das mächtigste Land in Europa sind. Die Mehrheit hat inzwischen gelernt, aus der Geschichte der 1.Hälfte des 20.Jahrhundert, wir haben es geschafft aus Deutschland eine blühende Landschaft zu machen, in keinem Land auf der Erde, geht es den Menschen, so gut wie bei uns in Deutschland, und das gerade mit den Gastarbeiter aus Türkei, Griechenland, Italien und Spanien. Trotz das die alte Bundesrepublik ein marodes Land integriert hat und auf den neusten Stand brachte. Und ich bin sicher wir werden das schaffen, auch wenn wir früher oder später evt. auf etwas Komfort verzichten müssen. Und wer Angst hat vor anderen Kulturen, darf innerhalb von Deutschland nicht reisen, weil der Norden, Westen Osten und Süden hat jeweils eine ganz andere Kultur.

Ich höre oft von einheimischen Deutschen, die „Türken“ machen Kinder nur wegen dem Kindergeld. Aber gerade weil manche Ausländer die Familie noch als das wichtigste ansehen, stirbt Deutschland nicht so schnell aus, zumal viele einheimische Paare sich wenn überhaupt nur für ein Kind sich entscheiden, wegen der Karriere, wegen dem Geld und wegen dem Wohlstand. Von 1990 bis 2015 schrumpfte Deutschland um 2 Millionen Menschen, ohne die Ausländer mit den vielen Kindern wären es noch weniger die heute in Deutschland leben.

Nehmen wir mal an es kommen nach Deutschland bis Ende 2016 etwa 1,6 Millionen Flüchtlinge dann sind das 2%! Bei 2% haben viele Angst der Islam würde die Herschaft in Deutschland übernehmen. Wer sich etwas mit dem Islam auseinandersetzt merkt schnell, das der Islam auch eine friedliche Religion ist. Aber es gibt Rach- und Herrschsüchtige Gruppierungen die meinen, Thesen aus dem Koran falsch auslegen. Das gibt es im Christentum auch schon immer. Bis vor wenigen Jahren war es ein Problem, wenn Protestanten und Katholiken zusammen leben. Bis vor wenigen Jahren, gab es in Irland, sogar noch Glaubenskriege zwischen Katholiken und Protestanten. Vertriebene von 1945 waren meistens Protestanten, die hatten es gerade in Bayern und dem badischen Baden-Württemberg schwer Fuß zufassen, gerade weil sie einen anderen Glauben haben. Heute höre ich „das waren wenigstens Christen“ aber auch die brachten eine andere Kultur mit.

Nachtrag:
Ich schrieb den Text vor den Anschlägen von Paris, was mich ärgert ist, das gerade die Gegner, das Flüchtlinge nach Deutschland dürfen, diesen Anschlag ausnützen um den Islam zu verallgemeinern. Das dies genutzt wird um den Hass gegen Flüchtlinge zu schüren. Dabei ist es ein kleiner Teil, der meint Gewalt im Namen Allah die Welt zu terrorisieren.

Den Flüchtlingen sollte man die Chance geben sich in Deutschland zu integrieren, wir müssen diese aber auch unterstützen und denen ohne Vorwürfen helfen.

Wir bzw. unsere Vorfahren, haben von 1933 – 1945, unter anderem gegen Frankreich, England und den USA, Krieg geführt. Diese Länder haben nach 1945 dafür gesorgt, das Deutschland ein Wirtschaftwunderland wird. Und ja, es ist gut möglich, dass es unter den Flüchtlingen auch welche gibt vom IS, sei es Fahnenflüchtige, Deserteure oder sei es als Schläfer. Dafür ist die deutsche Justiz und die Geheimdienste zuständig um diese aufzufinden, verurteilen und bestrafen. Und genauso wie damals bei den Nazis, sind viele gezwungen worden für die IS zu kämpfen, waren vielleicht sich sicher, für das Richtige zu kämpfen, merkten aber schnell, dass es doch nicht das Richtige ist, andere hatten das Glück dem ganzen rechtzeitig zu entfliehen,.
Und ja was in Paris passiert kann jederzeit auch in Deutschland passieren, aber die Grenzen dicht zu machen nützt da nicht viel, es gibt bestimmt andere Schlupflöcher wo IS-Kämpfer nach Deutschland kommen ohne das es irgendjemand merkt..