Offener Brief an Frau Rita Schwarzelühr-Sutter (MdB) und Herr Felix Schreiner (MdL BW)

(Veröffentlichung auch als Leserbrief im Südkurier; Kopie an Schwerbehindertenbeauftragten des Landkreis Waldshut)

Liebe Frau Rita Schwarzelühr-Sutter,
lieber Felix (Schreiner),
sehr geehrte Damen und Herren,

ich komme erst jetzt dazu, über meine persönlichen Erfahrungen mit den neuen Fahrzeugen der Hochrheinbahn zu berichten. Am Christi-Himmelfahrt Wochenende benutzte ich die Hochrheinbahn von Lauchringen-West nach Basel (und zurück), auf dem Weg zum größten europäischen Kleinwuchskongress.

Ein paar kurze Wort vorweg. Die angeblich neuen Fahrzeuge sind im Hinblick auf die Barrierefreiheit eher ein Rückschritt als eine Verbesserung. Die alten Fahrzeuge (BR641), mit der Rampe von den jetzigen Fahrzeugen (BR644), wäre die beste Lösung.

Eigentlich ist es zudem auch ein Unding, von neuen Fahrzeugen zu sprechen, wenn es sich um ausrangierte Fahrzeuge aus dem Ruhrgebiet handelt.

Was fiel mir auf:

  1. Die neuen Fahrzeuge sind für Hochbahnsteige (76 cm) konzipiert. So ist es auf dieser Strecke nur möglich in Basel Bad. Bahnhof ebenerdig einzusteigen. Lauchringen-West hat bereits einen höheren Bahnsteig (55cm). Mit der ca. 1,5m lange Rampe ist der Einstieg in Lauchringen zu meistern, allerdings bei den anderen Bahnhöfen (Bahnsteighöhe 35 cm) auf der Hochrhein-Strecke ist diese zu steil. Dies ist vielleicht mit einigen E-Rollstühlen möglich (je nach Bauart und Körpergewicht des Insassen), aber gerade für Schiebe-Rollstühle und Helfer, sowie Mobilitätseingeschränkte zu steil.
    1. Darüber hinaus hatte ich das Gefühl, das das Personal nicht ausreichend geschult wurde im Umgang mit der Rampe. So wurde z.B. das obere und untere Teil vertauscht, wodurch oben ein Spalt zwischen Innenraumboden und der Rampe selbst entstand, der wiederum ohne fremde Hilfe nicht überwindbar war. Beim ebenerdigen Übergang in Basel zum Überbrücken des Zwischenraums wurde die Rampe ebenfalls falsch angelegt.
  2. Die Fahrzeuge bieten zwar ausreichend Platz im Innenraum, aber je nach dem in welche Richtung der Zug fährt, ist ein sicheres Platzieren (mit dem Rücken in Fahrtrichtung an einer Wand) nicht möglich, weil die Plätze nur in eine Richtung ausgerichtet sind.
    Schwerbehinderten Stellplatz BR644

    Schwerbehinderten Stellplatz BR644

    1. Es gibt keine Möglichkeit zum festhalten
    2. Im Falle einer Notbremsung oder starken Bremsens wie oben beschrieben, gibt es keine Sicherung, weil die Rückhaltsicherung nur bis etwa Sitzhöhe (Hüfte) ausgelegt ist, das heißt im Fall einer Notbremsung, könnte der Rollstuhlfahrer über die Rückhalt-Sicherung nach hinten kippen, mit fatalen Folgen. Dies Bedeutet, dass man Rückwärts über die Rückhalteplatte fliegt, diese Platte sollten so hoch sein, dass man sich mit dem Kopf anlehnen kann.

Für mich persönlich ist es möglich von Lauchringen (West) nach Basel Bad. Bf mit dem Zug zu fahren, allerdings ohne Möglichkeit für einen Zwischenstopp, da dort die Rampe für meinen Rollstuhl viel zu steil ist. Über die Problematik einer plötzlichen Störung wo der Zug evakuiert werden muss, bzw. auf Ersatzverkehr an einer Station ausgewichen werden muss, möchte ich lieber nicht nachdenken.

Auch wenn die Elektrifizierung früher oder später kommen wird, ist sicher noch nicht die Angleichung der Bahngleise auf eine Höhe geplant. Eine günstige mögliche Übergangslösung wäre mit Behelfsbahnsteigesystemen „Hanau“ bzw. „Grünsfeld“ den Höhenausgleich zu schaffen.

Positiv rückmelden möchte ich, dass in den letzten Jahren gerade im Landkreis Waldshut viel getan wurde um die bisher lang versäumte Barrierefreiheit in der Region auszugleichen.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Flum

Link zu den Behelfsbahnsteigen
http://www.bahnbaugruppe.de/bahnbaugruppe-de/produktion_fahrbahn/behelfsbahnsteig.html

Behelfsbahnsteig_Gruensfeld.pdf

Behelfsbahnsteig_Hanau.pdf

Kurzmitteilung

meine Seite wurde gehackt!

Auch meine Seite war von der Hacker-Attacke im Februar 2017 betroffen!!!

Ich habe den Fehler gemacht lange nichts mehr zu schreiben bzw. darauf zu schauen, dadurch habe ich den Hacker-Angriff erst heute entdeckt.

Die gehackten Bereiche habe ich gelöscht, dennoch kann ich nicht ausschließen das manche Texte noch teilweise davon betroffen sind.

Ich bin kein Zwerg, ich bin ein Mensch

Dank eines Redakteur der Süddeutschen Zeitung (#SZ), werden wir Kleinwüchsige gleich mal 50 Jahre zurück versetzt. Eigentlich wollte er einen Nachruf schreiben,, weil der Schauspieler  in den 80ern in einer Puppe für Dreharbeiten „Alf“ verkörperte.

Anstelle einen tatsächlichen Nachruf zu schreiben, seine Aktivitäten würdigte und vielleicht darauf hinwies wie er vor, während und nach seiner Aktivität als Alf lebte, und mit seinem Kleinwuchs zurecht kam, kam von diesem Redakteur ein Hohelied darauf, wie lustig wir Kleinwüchsige aussehen, wirken und das Volk bespassen können:

Zitat aus der SZ
„Kleinwüchsige begeistern schon deshalb, weil von ihnen ein märchenhafter Zauber ausgeht. Weil sie wie Erwachsene wirken, die man in Kinderkörper gesteckt hat. Weil sie sich ähnlich komisch bewegen wie die schlaksigen Riesen Stan Laurel oder Jacques Tati. Weil ihre Stimmen piepsen, als hätten sie Helium eingeatmet. Die Tonlage von Kleinwüchsigen ist meist noch höher als die von Frauen. Das ist beeindruckend für all jene, die ihren Stimmbruch überstanden haben.“
Zitatende

Auf Grund eines Shit-Storm von Kleinwüchsigen, im Facebook und Twitter, unter dem Hashtag #KEINZWERG, wo viele sich durch einen Foto, mit einem Plakat darauf, „Ich bin kein Zwerg, ich bin ein Mensch“ oder ähnliches stand, war die SZ genötigt, all denen, die direkt dem Redakteur eine empörende Mail schrieben, zu antworten, aber die Entschuldigung war fast schlimmer, als der Artikel selbst und er bat uns Kleinwüchsigen um Verständnis, wir sollen das nicht so Ernst nehmen, und sollen es mit Humor nehmen. Die Antworten waren bei allen gleich, es wurde nicht einmal die Mühe gemacht die Anrede + Name zu ändern.

Und ja wir Leben, wir bringen vielleicht andere zu Lachen, und machen vielleicht auch Witze über uns selbst, aber wir machen es als Menschen, wie jeder andere auch, und nicht als Kleinwüchsige, wo geboren sind, um andere zu bespassen.

Enttäuscht war ich irgendwie, vor Reaktionen, aus meinem erweiterten Bekanntenkreis, die sich aufgeregt haben, dass wir aus einer Mücke einen Elefanten gemacht haben, auf Probleme von anderen hinwiesen, und die nicht so einen Aufstand machen würden, (was im übrigen nicht stimmt). Ich persönlich finde es schlimm, wenn ich mich rechtfertigen muss, von etwas was ich empfinde, wo andere evtl. nicht nachvollziehen können, aber mir vorschreiben wollen was ich zu tun und lassen habe, dabei dann auch noch Äpfel und Birnen in einen Korb werfen. Dabei Leben wir mit unsere Behinderung und können dies nur beurteilen.

So nebenbei (nicht nur bezogen auf Kleinwuchs, sondern Behinderung allgemein), deshalb wird nicht mit uns geplant, sei es Gesetze, Bauvorhaben etc, sondern über unsere Köpfe hinweg, Mit dem Ergebnis das oft nur Bullshit herauskommt, und wir mit dem Ergebnis, nicht zufrieden sind, und dann uns noch vorgeworfen wird, wir sind ja mit nichts zufrieden und sollen doch dankbar sein, das etwas für uns gemacht wird.

Eines hat die Aktion gezeigt, gemeinsam ist man Stark, gemeinsam kann man etwas erreichen, und auch David gegen Goliath kann funktionieren, man muss nur den Mut dazu haben. Und zum Glück haben wir inzwischen eine Lobby und können uns wehren, diese Lobby lassen wir uns nicht mehr wegnehmen, wer es probiert soll sich warm anziehen.

Ich bin jetzt bewusst nicht auf die Vor- und Nachteile des Kleinwuchs eingegangen, wie ich Lebe, und meine Umwelt mich war nimmt, auch nicht auf meine Körperliche Einschränkungen, weil das ist eine andere Problematik.

Zum Schluss möchte ich auf ein paar Blogs hinweisen, die über dieses Thema auch sehr gut, (und wesentlich besser als ich), geschrieben haben:

Ninja LaGrande:
http://ninialagrande.blogspot.de/2016/06/keinzwerg-warum-die-diskrimierung-von.html

Andrea Schöne:
http://www.firstlife.de/ich-bin-ein-mensch-und-kein-zwerg/

Michel Arriens
http://michelarriens.de/sueddeutsche-zeitung-wir-muessen-reden/
http://ze.tt/kleinwuechsige-sind-keine-maerchenfiguren/


Nachtrag 18. Juni 2016:

Nach vier Tagen, durch den Druck von vielen empörten Kleinwüchsigen, hat sich die Süddeutsche Zeitung in einem Statement öffentlich entschuldigt.

Bei den Kommentaren die unter dem Statement standen, habe ich ziemlich schnell aufgehört zu lesen, es gibt viele Leute, die es nicht kapieren wollen, und denken, „mir geht es gut – also nervt mich nicht!“, zudem wie sagte schon Albert Einstein so schön:

„Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.

Er hat manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren.“

Rezession „Ich liebe Deutschland, und die Deutschen“ von Heinrich Heine

Als ich 1998 nach Düsseldorf Gerresheim zog, wo ich bis 2002 wohnte, viel mir in unmittelbarer Nähe, beim Kölner Tor an einer Hauswand ,ein Text von Heinrich Heine auf:

Textauszug aus den Berliner Briefe von Heinrich Heine an einer Hauswand im Kölner Tor in Düsseldorf-Gerresheim

Ich liebe Deutschland und die Deutschen;
aber ich liebe nicht minder die Bewohner
des übrigen Teils der Erde,
deren Zahl vierzig mal größer ist,
als die der Deutschen.
Die Liebe gibt dem Menschen seinen Wert.
Gott lob!
ich bin also vierzig mal mehr wert als jene,
die sich nicht aus dem Sumpfe
der Nazionalselbstsucht hervorwinden können,
und die nur Deutschland und Deutsche lieben.

(Heinrich Heine Ausz. Briefe aus Berlin 1822)

Dieser Text erinnert mich immer das es in der letzten Zeit immer mehr Menschen es gibt, die meinen wir deutschen sind die Menschen, die über andere Urteilen dürfen; und sehen alle andere Völker die nicht dem deutschen Idealbild ähnlich sehen; als Untermenschen an.

Aber wie war es, es ist noch nicht so lange her, und in manchen Regionen und Dörfern sogar teilweise noch heute, das wir alt eingesessene Deutsche sogar Fremde im eigenem Land sind. Nicht weil angeblich Menschen mit muslimischen Glauben versuchen die Christliche Kultur ausrotten versuchen. Nein, schon alleine, wenn jemand in ein anders Bundesland zieht, manchmal sogar in eine anderes Dorf, in eine andere Stadt oder in ein anderes Viertel, wird man wie ein Fremder behandelt mit tausende Vorurteile,

Wie war es nach dem 2. Weltkrieg, wo die ganzen Flüchtlinge  von protestantischem Glauben, plötzlich in Erzkatholischen Regionen flüchten mussten. Da hatten die Einheimischen auch Angst, das die evangelischen Moral und Werte, der katholischen Ureinwohner unterwandern werden. Es war oft eine Todsünde, wenn Katholische und Evangelische zusammen geheiratet haben.

Auch heute flüchten noch viele Deutsche von ärmere Regionen in die besseren Gebiete, das ist besonders an der Grenze zur Schweiz zu beobachten, in viele Dörfer wohnen mehr sogenannte „Zugereiste“ oder “ ’nei’g’schmöckte“ als Einheimischen. In den Dörfer stellt man oft fest, das nicht mehr der Dialekt, also quasi die eigene Sprache gesprochen wird, sondern nur Hochdeutsch. Da gibt es oft auch verständigungsprobleme, weil Deutsch ist auch oft im eigenen Land eine Fremdsprache, je nach Ort und Region. Das liegt daran, das viele in der Schweiz arbeiten, aber in Deutschland günstig wohnen.
In der 60er kamen viele Gastarbeiter, um Deutschland zu unterstützen, gerade bei den Türken gab es auch da viele Vorurteile, weil es keine Christen sind und andere Werte deshalb hatten, vor allem das Kopftuch der Frau, störten viele Deutschen. Weil diese Gastarbeiter ursprünglich nur für eine bestimmte Zeit in Deutschland sein sollte. steckte ,man diese in Gettos und grenzte Sie von den Deutschen aus. Viele der Gastarbeiter wohnen heutebereits in der dritten oder vierten Generation hier, sind inzwischen Deutsche geworden und haben ihre Heimat hier gefunden. Leider leben viele noch in den Gettos, aber auch viele haben sich angepasst, und sind manchmal Deutscher wie manche Deutsche. Die meisten akzeptieren die deutsche Moral und Werte, erwarten aber das wir deren ebenfalls respektieren. Die meisten Türken haben kein Problem mit dem zwei Stücken Holz an der Wand, erwarten aber wenn die muslimische Frau es möchte, das sie ein Kopftuch tragen darf. Gerade beim Essen sind viele damals für die deutschen exotischen Speisen schon ganz normale Speisen in der deutschen Küche  nicht mehr wegzudenken.,

Wir haben die Chance die Fehler aus der Vergangenheit, die wir damals bei den Gastarbeiter gemacht haben, nicht zu wiederholen, Wir müssen die Flüchtlinge so schnell wie möglich integrieren, unsere Werte vermitteln, aber nicht aufzwingen, ohne das die Ihre eigene Werte aufgeben müssen.

Wir müssen diese Chance nutzen, weil gerade bei den Deutschen ist die Karriere wichtiger als der Nachwuchs, das heißt ohne den Nachwuchs kann es passieren das in 10 oder 20 Jahren, wie in den 1960er, es wieder zuwenige Menschen für zu viele Arbeit es gibt. Gerade im Handwerk spüren wir es heute schon.
Wenn weniger Menschen arbeiten, dann zahlen auch immer weniger Menschen die Rente für die Rentner, die es dann immer mehr geben wird. Die Flüchtlinge die zu uns kommen, haben wir eine Chance, dies auszugleichen, Gerade weil viele Flüchtlinge, noch viele Kinder haben und bekommen, und die Familie an höchster Stelle steht.

Die meisten Flüchtlinge, die nach Deutschland oder Europa kommen, steht zum echten islamische Glaube,  der Grundlegend wie das Christentum aufgebaut ist mit Toleranz und Nächstenliebe. Diese Menschen flüchteten gerade von denen Menschen, die den Glauben wie die Christen, in der Vergangenheit missbrauchten.

Die meisten Flüchtlinge sind dankbar wenn man ihnen die Chance gibt, sind bereit sich anzupassen, wenn wir ihre Werte und deren Glauben respektieren. Wichtig ist, das wenn überhaupt notwendig, die Flüchtlinge so kurz wie möglich, in den Massenunterkünfte bleiben, weil dort führt die Langeweile zu Konflikten und Gewalt. Diese Menschen müssen beschäftigt werden und oft auch psychologisch betreut werden.

Konflikte zwischen den Deutschen und den Flüchtlingen, entstehen oft durch Vorurteile, durch Prinzipien-Reiterei, und durch die mangelte Bereitschaft der Solidarität.

Ist die AfD gefährlich?

Ist die AfD gefährlich?  Ich persönlich sage ja…

Weil jeder der etwas weiterdenkt, also nicht nur heute und jetzt, müsste erkennen, das wenn die Flüchtlinge bekämpft sind, kommen andere Personengruppen die viel Geldkosten dran, das heißt, Hartz IV-Empfänger, Kranke und Behinderte, Alte und Kindern. Weil auch wenn diese Personengruppe wichtig sind, für die Volkswirtschaft, kosten die viel Geld.

Die AfD wird dann behaupten:

  • alle Harz IV-Empfänger sind Schmarotzer, stinkfaul und kriminell,
  • alle Behinderte, Kranke und Alten; warum Medizinische Versorgung?, die Sterben ja eh bald und machen noch viel Arbeit,
  • alle Kinder, kosten viel Geld, sind disziplinlos, haben keinen Respekt und lungern nur herum

Und jeder der anfängt zu Denken wird von der AfD sofort zurechtgewiesen, wenn nicht sogar hart bestraft!

Hatten wir das nicht schon mehrfach in der Vergangenheit? Ich gehe davon aus, das 99% die AfD wählen wollen, noch nie mit einem Flüchtling gesprochen hat und nicht ein mal die Mühe machte sich mit denen zu Beschäftigen, und gerade diese 99% glauben lieber ein paar Sprücheklopfern von Pegida und Co, meinen Sie wären das Volk, und wenn die Presse etwas anderes berichten sind es in deren Augen „Lügner“, und fallen dazu auch noch auf jede Satire herein.

Ich habe Angst, das ich bald meinen Rechten Arm im 45° Winkel in den Himmel strecken muss, und jeden mit „Heil Pegida“, anstelle mit einem einfachen Händeschüttel und Guten Tag begrüßen muss…

9. November 1938 wiederholte sich in Bautzen…

In Bautzen brannte heute Nacht wieder ein bezugsfertiges Asylantenwohnheim, nicht nur das es vermutlich Deutsche waren wo es angezündet haben, wurde das ganze von Schaulustigen auch noch bejubelt – das ganze erinnert mich an den 9. November 1938 – ich bin schockiert und sprachlos…

ICH MÖCHTE EIN BUNTES MULTIKULTURELLES DEUTSCHLAND

UND

KEIN BRAUNES DEUTSCHLAND den DEUTSCHEN

Brand Asylheim Bautzen Feb 2016

Bildquelle www.mdr.de

Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Heute ist der 3. Dezember 2015 – der Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, Wie Behinderte in Deutschland behandelt werden, ist vielleicht nicht das Beste aber dennoch vorzeigbar, und es wird immer besser von Jahr zu Jahr.

  • Ich gehöre zu dieser Gruppe wie etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland auch.
  • Ich habe es geschafft inzwischen selbständig zu Denken und Handeln!
  • Ich habe mein Auskommen, wenn auch nicht viel aber es reicht!
  • Ich habe meine Einschränkungen, aber ich bin mit diesen aufgewachsen und teilweise herein gewachsen!
  • Ich habe Familie die vielleicht oft nicht meiner Meinung ist, aber wenn es darauf ankommt kann ich mich auf diese Verlassen!
  • Ich habe vielleicht nicht viele Freunde, aber ich habe Freunde die mich akzeptieren wie ich bin!
  • Ich kämpfe nicht mehr um Freundschaften, nutze aber Chancen und schenke auch Chancen zur neuen Freundschaften!
  • Ich bin selbständig, habe eine eigene Meinung und wehre mich wenn andere Meinen über mich bestimmen zu müssen!
  • Ich kämpfe ständig mit Behörden, Krankenkassen etc., um Unterstützung die ich benötige!
  • Ich habe eine eigene Wohnung, und bekomme die Hilfe die ich in dieser benötige!
  • Ich genieße die besondere Freiheit die ich seit 10 Jahre habe, auch wenn ich auf vieles verzichten muss!
  • Ich bin zwar nichts besonderes, bekomme aber oft besondere Privilegien geschenkt, teilweise gerade weil ich Behindert bin!
  • Ich bin nicht normal, oder vielleicht genauso normal wie jeder andere Mensch auch!
  • Ich bin vielleicht nicht glücklich, aber dafür zufrieden!
  • Ich habe und werde meine Erfahrung und Wissen sammeln und weiterhin danach handeln oder auch nicht!
  • Ich habe Fehler gemacht, manche würde ich wieder machen!

Wir waren auch mal das Pack

Einige Deutsche (ich sage bewusst nicht „viele“) bezeichnen die Flüchtlinge als „Pack“. Nur weil sie bei uns Zuflucht suchen, weil sie wegen Krieg, Terror und Sorge um das eigene Leben, das Heimatland verlassen müssen.

Wenn wir nur 70 – 82 Jahren zurückblicken, waren wir Deutschen das sogenannte Pack, viele Juden, Regime-Gegner und aus dem Widerstand waren froh, wenn sie aus dem Land fliehen konnten, um in sicheren Ländern aufgenommen zu werden. Und auch in den Ländern, da gab es einige die dachten, das „Pack“ nicht im eigenen Land haben möchte.

Bis vor wenigen Jahren war es so, das wenn wir Deutschen in bestimmten Ländern in Urlaub fuhren, es besser war nicht zu sagen, das wir Deutsche sind, weil sonst könnte es passieren das wir beschimpft, und als Pack bezeichnet wurde. Auch wenn gerade die Kinder und Kindeskinder nichts mehr mit dem 3. Reich zu tun hatten Das Bild änderte sich eigentlich erst durch unsere Solidarität mit den Flüchtlingen, und ironischer Weise, durch das wir inzwischen, wieder das mächtigste Land in Europa sind. Die Mehrheit hat inzwischen gelernt, aus der Geschichte der 1.Hälfte des 20.Jahrhundert, wir haben es geschafft aus Deutschland eine blühende Landschaft zu machen, in keinem Land auf der Erde, geht es den Menschen, so gut wie bei uns in Deutschland, und das gerade mit den Gastarbeiter aus Türkei, Griechenland, Italien und Spanien. Trotz das die alte Bundesrepublik ein marodes Land integriert hat und auf den neusten Stand brachte. Und ich bin sicher wir werden das schaffen, auch wenn wir früher oder später evt. auf etwas Komfort verzichten müssen. Und wer Angst hat vor anderen Kulturen, darf innerhalb von Deutschland nicht reisen, weil der Norden, Westen Osten und Süden hat jeweils eine ganz andere Kultur.

Ich höre oft von einheimischen Deutschen, die „Türken“ machen Kinder nur wegen dem Kindergeld. Aber gerade weil manche Ausländer die Familie noch als das wichtigste ansehen, stirbt Deutschland nicht so schnell aus, zumal viele einheimische Paare sich wenn überhaupt nur für ein Kind sich entscheiden, wegen der Karriere, wegen dem Geld und wegen dem Wohlstand. Von 1990 bis 2015 schrumpfte Deutschland um 2 Millionen Menschen, ohne die Ausländer mit den vielen Kindern wären es noch weniger die heute in Deutschland leben.

Nehmen wir mal an es kommen nach Deutschland bis Ende 2016 etwa 1,6 Millionen Flüchtlinge dann sind das 2%! Bei 2% haben viele Angst der Islam würde die Herschaft in Deutschland übernehmen. Wer sich etwas mit dem Islam auseinandersetzt merkt schnell, das der Islam auch eine friedliche Religion ist. Aber es gibt Rach- und Herrschsüchtige Gruppierungen die meinen, Thesen aus dem Koran falsch auslegen. Das gibt es im Christentum auch schon immer. Bis vor wenigen Jahren war es ein Problem, wenn Protestanten und Katholiken zusammen leben. Bis vor wenigen Jahren, gab es in Irland, sogar noch Glaubenskriege zwischen Katholiken und Protestanten. Vertriebene von 1945 waren meistens Protestanten, die hatten es gerade in Bayern und dem badischen Baden-Württemberg schwer Fuß zufassen, gerade weil sie einen anderen Glauben haben. Heute höre ich „das waren wenigstens Christen“ aber auch die brachten eine andere Kultur mit.

Nachtrag:
Ich schrieb den Text vor den Anschlägen von Paris, was mich ärgert ist, das gerade die Gegner, das Flüchtlinge nach Deutschland dürfen, diesen Anschlag ausnützen um den Islam zu verallgemeinern. Das dies genutzt wird um den Hass gegen Flüchtlinge zu schüren. Dabei ist es ein kleiner Teil, der meint Gewalt im Namen Allah die Welt zu terrorisieren.

Den Flüchtlingen sollte man die Chance geben sich in Deutschland zu integrieren, wir müssen diese aber auch unterstützen und denen ohne Vorwürfen helfen.

Wir bzw. unsere Vorfahren, haben von 1933 – 1945, unter anderem gegen Frankreich, England und den USA, Krieg geführt. Diese Länder haben nach 1945 dafür gesorgt, das Deutschland ein Wirtschaftwunderland wird. Und ja, es ist gut möglich, dass es unter den Flüchtlingen auch welche gibt vom IS, sei es Fahnenflüchtige, Deserteure oder sei es als Schläfer. Dafür ist die deutsche Justiz und die Geheimdienste zuständig um diese aufzufinden, verurteilen und bestrafen. Und genauso wie damals bei den Nazis, sind viele gezwungen worden für die IS zu kämpfen, waren vielleicht sich sicher, für das Richtige zu kämpfen, merkten aber schnell, dass es doch nicht das Richtige ist, andere hatten das Glück dem ganzen rechtzeitig zu entfliehen,.
Und ja was in Paris passiert kann jederzeit auch in Deutschland passieren, aber die Grenzen dicht zu machen nützt da nicht viel, es gibt bestimmt andere Schlupflöcher wo IS-Kämpfer nach Deutschland kommen ohne das es irgendjemand merkt..

die Kirche ist unfehlbar….

„…trotzdem wird diese Kirche siegen. Sie wird sogar so siegen, dass sie die Macht einer ganzen Epoche an sich reißen kann und darüber zu einer prunkenden  Großorganisation degeneriert. Ein feistes, grobschlächtiges Mönchlein aus der sächsischen Provinz wird Gott dieser heruntergekommenen Weltmacht entgegenschicken, ein  Nobody namens Martin Luther wird die Weltmacht erbeben lassen und wieder einigermaßen auf Kurs bringen.
Immer fängt Gott klein an, immer handelt er im Verborgenen, weitab vom Weltgeschehen, unter kleinen Leuten. Nie probiert er es in den Zentren der Macht, religiösen  Hochburgen, unter Hohepriestern und Königen, weil er weiß: Dort sind Selbstüberschätzung, Zynismus und Arroganz stets so weit fortgeschritten, dass kein Raum mehr da  ist für sein Eingreifen. Dort hat das Neue keine Chance.
Ist das Neue dann da, trifft es auf den geballten Widerstand der ganzen Welt und den Spott der Mächtigen. Das Neue, das von Gott kommt, erscheint seltsam anstößig und abgrundtief fremd, so fremd, wie Gottes Wille nun mal ist, immer war und immer sein wird…“

Das ist ein Auszug von der Geschichte „Gottes neuer Versuch“, heute vor knapp 500 Jahren klagte Martin Luther öffentlich an was ihm an der katholischen Kirche  missfiel. Die Katholische Kirche war damals unfehlbar, alles was sie machte war richtig und wer sich dem Widersetzte musste wurde oft mit dem Tod bestraft. Eigentlich genau das was zur Zeit in Syrien und vielen anderen Regionen im arabischen Raum passiert, denn die IS, Al Qaida usw. beanspruchen das ihr Glauben ihr einziger Glauben ist, und zwingen das alle diesen Glauben annehmen müssen oder sie werden umgebracht. Dies zufolge ist das viele flüchten, flüchten in ein sichereres Land, wo sie frei denken und glauben dürfen.

Leider gibt es auch bei uns in Deutschland viele, die denken wir Deutschen sind die einzigen wahren Menschen auf der Welt, Alle andere sind Menschen zweiter oder dritter Klasse, meinen
alle andere sind Barbaren usw.. Schüren Ängste, das Flüchtlinge ständig Vergewaltigen, Stehlen und Prügeln kurz gesagt, alle kriminell sind.

Was sagt die Kriminalstatistik die Ende Oktober 2015 dies detailliert untersuchte:
Es gibt in Flüchtlingsheimen teilweise Gewaltausbrüche, aber damit ist in einer Massenunterkunft zu rechnen, schon alleine oft aus Meinungsverschiedenheit und Missverständnissen. Aber relativ kommt dies selten vor.

Ebenso haben sich die sonstigen Kriminalstatistik wie Diebstahl, Vergewaltigung und was den Flüchtlingen sonst noch vorgeworfen wird dadurch nicht erhöht.

Dagegen Gewalt gegen die Flüchtlingen von Deutschen aus nahmen zu, in den ersten 10 Monaten von 2015 wurden 49 Brandanschläge gegen Flüchtlingsheime verübt, in einer Woche
werden ca. 600 Gewalttaten gegenüber Flüchtlinge registriert, welche von Deutschen provoziert oder ausging, dass sind 2 pro Stunde! Und dann heißt es wir müssen Angst vor den Flüchtlingen haben…

Die dafür Verantwortlich sind, beschimpfen die freie Berichterstattung der Lügenpresse, weil sie genau das nicht tut, was die Gegner wollen. Ich persönlich wurde als Volksverhetzer mal betitelt, weil ich der Meinung bin, gerade die Flüchtlinge sowie deren Kinder und Kindeskinder sind diejenigen, die uns in ein paar Jahre oder Jahrzehnten den Wohlstand sichert, unsere Renten bezahlt, und die Arbeitskräfte ersetzen, die immer mehr in Deutschland fehlen.

Wir alle sind verantwortlich, ob sich die Flüchtlinge in Deutschland sich anpassen und Integrieren, wir müssen auf die Zugehen und es nicht von denen Verlangen, die  müssen erst lernen wie unsere Moralvorstellungen sind und das brauch seine Zeit, Von den Deutschen erwarte ich es, dass sie es wissen. Doch viele Deutsche kennen nicht einmal die Grundrechte, weil  sonst würden sie ganz anders mit den Flüchtlingen in Not umgehen, die im Übrigen nicht bessergestellt werden wie den Ärmsten von den Einheimischen, nur auch die müssen  etwas dafür tun, sei es nur Anträge zu stellen um Unterstützung zu erhalten.

Dabei ist es nicht relevant ob Europa in der Flüchtlingspolitik versagt und nur wenige Länder sich für dieses Problem verantwortlich sind. In erster Linie geht es darum den Flüchtlingen die in Not sind zu Helfen, und ich bin auch dafür die nicht in Not sind das sie abgeschoben werden, wenn in deren Ursprungsland keine Gefahr auf das eigene Leben besteht.

Heute am 31. Oktober wird auch Halloween gefeiert, ein keltischer Brauch der in den USA sehr kommerzialisiert wurde und nach Europa zurück kam. Die Neu-Amerikanische Kultur die nach Europa herüberschwabt die sind willkommen, aber von der Kultur aus dem Orient davor hat man Angst!

Fülle kein alter Wein in neue Schläuche…

Eigentlich wollte ich mein Blog-Programm auf den neusten Stand bringen, danach waren irgendwie meine alte Daten verschwunden. Habe zwar eine 1:1 Sicherung gemacht von über den FTP-Server, aber das WordPress ist wie eine Diva, bei zurückspielen funktionierte das nicht, so ist alles weg, von meinem Layout bis zu den Beiträgen 🙁

Zwar schade, aber vielleicht hat es auch etwas gutes.

In jedem Fall werde ich wenn ich Lust habe öffentlich machen was ich denke.

Wie beim letzen Blog habe ich die Kommentarfunktion deaktiviert. Hintergrund ist zu vermeiden von unqualifizierte Kommentaren von Leuten die ich nicht kenne, die um jeden Preis etwas zu kritisieren haben und ich möchte evtl. Shitstorm vermeiden. Außerdem Diskutiere ich lieber mit Leuten die ich kenne, und das kann man auch auf anderen Ebenen.

-> Nachtrag 26.07.2014: einige Beiträge konnte ich ohne Bilder reproduzieren

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